Nach Brand

Bezirkschef räumt Festsaal für Kindergruppe

Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Wien bekämpfen Rauch und Feuer auf einem Gebäudedach.
© Stadt Wien | Feuerwehr
Kleine Gäste, große Freude! Nach dem tödlichen Brand in der Pyrkergasse dürfen 14 Kinder vorübergehend den Festsaal der Döblinger Bezirksvorstehung erobern.
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Nach dem verheerenden Brand in der Pyrkergasse in Döbling, bei dem am 4. Oktober eine 46-jährige Frau ums Leben kam, standen auch 14 Kinder plötzlich ohne Betreuungsräume da. Nun wurde innerhalb weniger Tage eine ungewöhnliche Lösung gefunden. Der Festsaal der Döblinger Bezirksvorstehung wird für die kommenden Wochen zum vorübergehenden Quartier der Kindergruppe "Pünktchen und Anton". Bereits am Montag können die Kinder dort wieder gemeinsam betreut werden.

Festsaal wird zum Spielzimmer

Nach dem Inferno war zunächst unklar, wie es mit der Kindergruppe weitergehen sollte. Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP) erfuhr von der schwierigen Situation und machte sich auf die Suche nach Ersatzräumen. "Da braucht es keine lange Sitzung, da braucht es einfach einen Platz", erklärt Resch. Nach mehreren Gesprächen und der Prüfung verschiedener Möglichkeiten fand sich die Lösung schließlich direkt im Amtshaus.

Der Festsaal der Bezirksvorstehung wird kurzerhand für die Kinder freigemacht. Dafür müssen allerdings bereits geplante Veranstaltungen weichen. Konzerte und andere Zusammenkünfte werden verschoben und zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. "Wir haben geschaut, was möglich ist und wir haben es möglich gemacht", betont Resch. Sein besonderer Dank gilt den betroffenen Veranstaltern, die ihre Termine kurzfristig verschieben und damit die Unterbringung ermöglichen.

Große Erleichterung bei der Kindergruppe

Ein Mann steht in einem Raum und hält ein schwarzes Bobby-Car mit roten Rädern in der Hand.
Bezirksvorsteher Resch: "Da braucht es keine lange Sitzung, da braucht es einfach einen Platz." © © BV19

Für die 14 Kinder bedeutet das Ersatzquartier vor allem, dass sie nach dem Brand nicht auch noch auf ihre gewohnte Gemeinschaft verzichten müssen. Bei Gruppenleiterin Irene Musek ist die Erleichterung entsprechend groß. "Nach dem Brand waren wir verzweifelt und wussten nicht wohin", erzählt Musek. Umso überraschender sei der Anruf des Bezirksvorstehers gekommen. "Dass wir jetzt schon am Montag ein neues Zuhause haben, hätten wir uns nicht gedacht", freut sich die Leiterin. Besonders schön sei es, dass alle 14 Kinder zusammenbleiben und die Kindergruppe weitergeführt werden könne.

Musek bedankt sich zudem für die große Hilfsbereitschaft, die der Kindergruppe seit dem Brand entgegengebracht wird. Neben den Eltern hätten sich auch Nachbarn und zahlreiche Menschen aus dem Bezirk mit Unterstützung gemeldet. Die Nutzung des Festsaals ist vorerst für die kommenden Wochen vorgesehen. Wann die Kindergruppe wieder in ihre ursprünglichen Räumlichkeiten zurückkehren kann, ist derzeit noch offen.

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