Meeresriesen
Riesige Wale vor Kroatiens Küste aufgetaucht
Eine besondere Überraschung gab es in dieser Woche im kroatischen Šibenik-Archipel. Nahe der Insel Blitvenica, südwestlich von Žirje, wurden zwei Finnwale beobachtet. Die riesigen Meeressäuger leben zwar ganzjährig im Mittelmeer, in die Adria verirren sie sich aber nur gelegentlich, erklärt die Deutsche Stiftung Meeresschutz in einem Facebook-Post.
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Finnwale sind nach dem Blauwal die zweitgrößten Tiere unseres Planeten. Ausgewachsene Exemplare bringen es auf bis zu 24 Meter Länge und ein beeindruckendes Gewicht von rund 70 Tonnen.
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Grund für ihren Aufenthalt in der Adria ist das Futterangebot: Besonders im Frühjahr und Sommer ziehen Planktonblüten und große Krillvorkommen die Wale in die tieferen, offenen Bereiche der Adria, berichtet das Nachrichtenportal "Morski.hr". Da sie meist weit draußen schwimmen, sind Sichtungen an der Küste die Ausnahme.
Plankton lockt die Giganten an
Die Tiere filtern das Wasser und ernähren sich durch ihre Barten von Plankton und Kleinstorganismen. Die Finnwale gelten als bedroht und stehen unter strengem Schutz. Im gesamten Mittelmeer schätzt die Deutsche Stiftung Meeresschutz die Population auf weniger als 2.500 erwachsene Tiere.
Strenge Regeln für alle Bootsfahrer
Auf Facebook warnte die Stiftung am vergangenen Mittwoch eindringlich und rief Bootsfahrer zur Vorsicht auf. Wer in der Gegend unterwegs ist und die Tiere sichtet, muss mindestens 100 Meter Abstand halten, die Geschwindigkeit drosseln und darf den Walen keinesfalls hinterherjagen. Bereits im Sommer des Vorjahres wurden vereinzelt Finnwale in Kroatien gesichtet, unter anderem vor Dubrovnik, bei Pula sowie in der Kvarner-Bucht vor Opatija.
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