Hintergründe

Schönheitschirurg erschossen: Auftragskiller (18) kam wegen Po-OP

Chirurg mit seiner Frau.
© Instagram
Ein bekannter deutscher Schönheitsdoc, der in Innsbruck studierte und u.a. in Salzburg gearbeitet hatte, wurde in seiner Klinik in Marbella (Spanien) kaltblütig erschossen. Jetzt kommt ans Licht, warum er sterben musste.
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Spanien. Am Mittwoch gegen 18.00 Uhr betrat ein schwarz gekleideter Täter mit Helm die Cirumed-Klinik im Osten Marbellas. Trotz anwesender Patienten, Mitarbeiter und der Ehefrau des Opfers zog er eine Waffe und feuerte mehrfach. Der 57-jährige Dr. Alexander A. wurde tödlich an der Halsschlagader getroffen; jede Hilfe kam zu spät - oe24 berichtete.

Spektakulärer Fahndungserfolg

Als mutmaßlicher Täter wurde nun ein 18-jähriger Schwede mit nordafrikanischen Wurzeln festgenommen, wie spanische Medien berichten. Der junge Auftragskiller soll erst kurz vor der Tat an die Costa del Sol gereist sein, um den Arzt zu töten, und wollte Spanien danach umgehend wieder verlassen.

Auf seiner Flucht mit einem dunklen Motorrad unterlief ihm laut der spanischen Zeitung "El Mundo" ein entscheidender Fehler, der die Fahnder auf seine Spur brachte. Welcher Fehler das genau war, wollen die Ermittler nicht preisgeben. Ein Komplize soll vor dem Gebäude auf ihn gewartet haben.

Kundin war mit Gesäßvergrößerung unzufrieden

Die Behörden gehen von einem gezielt geplanten Auftragsmord aus, während das Motiv noch unklar ist. Spanischen Bloggern zufolge steht eine arabische Ex-Patientin, die sich den Po vergrößern hatte und mit dem Ergebnis höchst unzufrieden war, im Fokus. Die Frau fordert ihr Geld zurück und schrieb wütende Nachrichten. Der Beauty-Doc weigerte sich und ging auf Tauchstation.

Auch der Partner der Frau soll massive Drohungen gegen den Promi-Arzt ausgesprochen haben. Offenbar hat das Paar den Auftragskiller geschickt.

Zum Opfer

Der gebürtige Kölner Dr. Alexander A. galt als Koryphäe für Brazilian-Butt-Lifts und blickte auf eine 30-jährige Karriere mit über 14.000 Operationen zurück.

Ein Mann in schwarzer OP-Kleidung mit Headset und OP-Haube vor blau-weißem Hintergrund.
Das Mordopfer war Spezialist für Brazilian-Butt-Lifts. © Instagram

Nach Stationen in Innsbruck, Salzburg, Südafrika, Aachen und London zog er 2008 nach Marbella. Im Jahr 2016 wurde er zum besten plastischen Chirurgen Spaniens gewählt.

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