28 Modelle in zwei Dimensionen
Sommerreifentest 2020: Die Tops und Flops
Die situative Winterausrüstungspflicht gilt zwar noch bis zum 15. April, dennoch sollten sich Autofahrer langsam aber sicher Gedanken bezüglich ihrer Sommerreifen machen. Wer neue Pneus braucht, findet bei den jährlichen Reifentests der Autofahrerclubs gute Anhaltspunkte. Den Anfang machten nun der ÖAMTC und seine europäischen Partner. Diese können gleich ein erfreuliches Ergebnis beim aktuellen Sommerreifentest verkünden: Nur eines von 28 Modellen wurde mit "nicht empfehlenswert" beurteilt. Dem stehen acht "sehr empfehlenswert", 18 "empfehlenswert" und ein "bedingt empfehlenswert" gegenüber, berichtete der Club am Dienstag. Getestet wurde diesmal in den Dimensionen 225/40 R18 (Kompaktwagen und untere Mittelklasse) und 235/55 R17 (SUVs und Vans), bewertet wurden Fahr- und Sicherheitseigenschaften sowie Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsaspekte. "Der Großteil der Testkandidaten in dieser Dimension liefert zufriedenstellende Ergebnisse ab", fasst ÖAMTC-Reifenexperte Friedrich Eppel zusammen.
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Dimension 225/40 R18
Speziell die Leistungen auf trockener Fahrbahn überzeugen, sieht man von zwei Modellen (Rotalla Setulla S-Pace RU01 und Falken Azensis FK510) ab. "Deren Problem liegt nicht so sehr beim Bremsweg, sondern eher beim allgemeinen Fahrsicherheitsgefühl, vor allem bei höheren Temperaturen", sagte Eppel. Die größte Schwäche des Rotalla, der als einziges Produkt mit "bedingt empfehlenswert" beurteilt wurde, sei die Performance bei Nässe.
Mit "sehr empfehlenswert" wurden bei den 225ern der Continental PremiumContact 6, der Michelin Pilot Sport 4, der Goodyear Eagle F1 Asymetric 5 und der Maxxis Victra Sport 5 beurteilt. "Die vier Modelle sind echte Allrounder und geben sich weder in den Sicherheits- noch in den Umweltaspekten eine Blöße", so der ÖAMTC-Experte. In dieser Dimension verfehlten drei Produkte ein "sehr empfehlenswert" knapp: Nexen N'Fera Sport, Sava Intensa UHP 2 und Vredestein Ultrac Vorti glänzen mit guten Trocken- und Verschleißergebnissen, landeten bei den Nasstests aber im durchschnittlichen Bereich.
Ähnlich erging es dem Pirelli P Zero: Bester auf trockener Fahrbahn, sehr gut bei Nässe, aber gleichzeitig mit Schwächen bei Verbrauch und Verschleiß. Ein typischer Zielkonflikt bei Reifen, der ein besseres Ergebnis als ein "empfehlenswert" verhindert, schrieb der Club.
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Dimension 235/55 R17
Gute Resultate gibt es auch in der Dimension 235/55 R17, einer oftmals auf SUVs eingesetzten Reifengröße (der Test wurde daher auch mit SUVs durchgeführt). Die Reifengröße kann oft auch auf Transportern verwendet werden. Die Ergebnisse zeigen, dass sie auch für diese Fahrzeugkategorie eine bessere Alternative sind, als die im Vorjahr erstmals vom Mobilitätsclub getesteten C-Reifen der Dimension 215/65 R16C. "Die Laufleistung ist im Durchschnitt zwar geringer, aber speziell in Sachen Nassgriff, wie z.B. beim Bremsweg auf nasser Fahrbahn, schneiden die meisten der heuer getesteten Modelle besser ab", berichtete Eppel.
Mit "sehr empfehlenswert" wurden in dieser Dimension vier Reifen bewertet: Michelin Primacy 4, Bridgestone Turanza T005, Maxxis Premitra 5 und Pirelli Cinturato P7. Diese Modelle können in allen Kriterien punkten, verfügen über keine größeren Schwächen. Bei den "empfehlenswerten" Reifen zeigt sich ein etwas differenzierteres Bild - meist liegen die Schwachpunkte in den Nass-Eigenschaften, nur drei Modellen macht die trockene Fahrbahn zu schaffen.
Einziger Ausreißer nach unten ist laut Test der Laufenn S-Fit EQ (zu dem bereits ein Nachfolger erhältlich ist, der aber zum Zeitpunkt des Testreifeneinkaufs noch nicht verfügbar war). Dieses Modell gehört in Sachen Verschleiß, Kraftstoffverbrauch, Abrollgeräusch und Trocken-Eigenschaften zum vorderen Mittelfeld. Ist die Fahrbahn jedoch nass, "enttäuscht der Laufenn mit wenig Grip und schlechter Balance", hieß es. Hinzu kommen lange Bremswege, so dass der Mobilitätsclub das einzige "nicht empfehlenswert" im aktuellen Sommerreifentest aussprach.
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