Scherzbold
Massen-Blockade: 23-Jähriger verursacht riesiges Robotaxi-Chaos
Er bestellte gleichzeitig 50 selbstfahrende Taxis in dieselbe Straße – und ließ sie dann einfach stehen.
Ein Scherz mit digitalem Hintergrund
Der 23-jährige Riley Walz, bekannt auf der Plattform X (früher Twitter), bezeichnet sich selbst als „Tech-Scherzkeks“. Am Wochenende veröffentlichte er ein Video, das im Internet schnell viele Reaktionen auslöste. Sein Plan: In San Francisco (USA) auf der längsten Sackgasse der Stadt zur gleichen Zeit 50 Roboter-Taxis der Firma Waymo zu bestellen.
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Hintergrund des Ganzen ist ein sogenannter DDoS-Angriff – normalerweise eine Methode, mit der Computer-Systeme durch zu viele Anfragen überlastet werden. Walz übertrug dieses Prinzip einfach auf die echte Welt.
50 Autos – kein einziger Fahrgast
Als die Fahrzeuge eintrafen, stieg niemand ein. „Nach etwa zehn Minuten fuhren sie wieder ab und verlangten fünf Dollar (ca. 4,60 Euro) No-Show-Gebühr“, schrieb Walz. Die Beteiligten lachten, filmten und jubelten, wenn wieder ein Auto auftauchte. Auch einige echte Fahrer, die zufällig dort waren, fanden die Szene amüsant. Waymo reagierte rasch: Kurz darauf stoppte das Unternehmen alle Fahrten im Umkreis von zwei Häuserblocks bis zum nächsten Morgen. Walz meinte später, die Firma habe die Sache ruhig und professionell gelöst.
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Frühere Proteste gegen Roboterautos
Nicht alle Aktionen gegen Waymo verliefen so harmlos. Im Jahr 2023 legte eine Gruppe namens „Safe Street Rebel“ selbstfahrende Autos lahm, indem sie Verkehrshütchen auf deren Motorhauben setzte. Die Fahrzeuge hielten daraufhin sofort an, da die Sensoren die Hütchen als Hindernisse erkannten. Ein Mitglied der Gruppe erklärte damals gegenüber dem US-Magazin Vice, man wolle damit zeigen, dass Städte nicht nur von Technik und Autos bestimmt werden sollten.
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Roboterautos inmitten politischer Spannungen
Auch bei Protesten in San Francisco, nachdem der damalige US-Präsident Donald Trump Bundesagenten dorthin geschickt hatte, wurden Waymo-Autos eingesetzt – diesmal als improvisierte Straßensperren. Aktivisten riefen die Fahrzeuge in die Nähe von Polizeieinsätzen und schalteten sie dann aus.
Ob als Scherz oder aus Protest: Selbstfahrende Autos sind längst Teil des Stadtlebens in den USA. Die Reaktionen reichen von Begeisterung bis hin zu Ablehnung – und immer wieder sorgen die Roboterfahrzeuge für Gesprächsstoff.
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