Tiere passen ihr Verhalten rasch an
Schlaues Türchen lässt Katze nur ohne Beutetier ins Haus
Zwei Brüder haben "Flappie" am Student House der ETH Zürich entwickelt. Das Katzentürchen von Oliver und Denis Widler kombiniere künstliche Intelligenz mit einem integrierten Beuteerkennungssystem, teilte die ETH Zürich am Mittwoch mit.
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Die Klappe setze auf ein ausgeklügeltes nachtsichtfähiges System mit Bewegungsmelder, Infrarotkamera und Infrarotbeleuchtung. Ein eigens entwickelter Algorithmus prüft automatisch, ob die Katze etwas im Maul hat. Wird eine lebende oder tote Beute erkannt, bleibt die Katze - mitsamt Vogel, Maus oder Schlange - ausgesperrt.
Katzen seien entgegen der landläufigen Meinung erstaunlich intelligent, wird Oliver Widler in der Mitteilung zitiert. Ihre beiden Familienkatzen sowie weitere Testtiere hätten schnell gelernt, ihre Beute loszulassen, wenn sie ins Haus wollten.
Die Widler-Zwillinge tüftelten offenbar schon immer gern. Einer von ihnen installierte als Zehnjähriger eine Glocke in seinem Zimmer, die ihn vor seinen Eltern warnte. Die Idee für das schlaue Katzentürchen stammte aber von ihrer Mutter, wie Oliver Widler in der Mitteilung erklärt. Sie habe auch am häufigsten die Mitbringsel der beiden Familienkatzen wegputzen müssen.
Mit der schlauen Klappe lasse sich laut den beiden Gründern des Start-ups "Flappie Technologies" auch die Bindung zu einer Katze vertiefen. Sie haben zum Türchen eine App entwickelt, die Bilder und Videos der Katze liefert, selbst wenn es dunkel ist. "So können Tierhalter das einzigartige und humorvolles Verhalten ihrer Lieblinge beobachten." Für Zahlenmenschen gebe es auch Statistiken.
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