Schwester Francis
Welt-Rekord! Älteste Nonne der Welt feiert ihren 112. Geburtstag
Seit über 94 Jahren gehört sie dem Dominikanerorden an – eine Lebensleistung, die ihresgleichen sucht.
Francis wurde am 20. April 1913 in Central Islip auf Long Island (New York, USA) geboren. Ihre Familie hatte italienische Wurzeln. Sie war das zweite von sieben Kindern. Der Vater verteilte Essen an hungrige Arbeiter, die Mutter kochte regelmäßig für Nonnen in der Nähe. Schon als Kind fühlte Francis sich zur Kirche hingezogen.
Doch das Leben hielt eine schwere Prüfung für sie bereit: Mit nur zwei Jahren verlor sie durch einen Unfall am Zug ihren linken Unterarm. Damals war es für Frauen mit körperlichen Einschränkungen besonders schwer, in einen Orden aufgenommen zu werden.
Trotz Hindernissen in den Orden aufgenommen
Mit 17 Jahren fand sie schließlich ihren Platz bei den Dominikanerinnen in Amityville (Long Island, USA). Eine freie Stelle als Lehrerin und die Unterstützung einer Mitschwester halfen ihr bei der Aufnahme. Von diesem Moment an blieb sie ihrem Weg treu. Ihre Mitbewohnerin, ebenfalls Schwester Francis genannt, sagt heute: „Sie hat nie zurückgeschaut.“
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Francis absolvierte ein Studium an der St. John’s University (New York) und arbeitete danach über fünf Jahrzehnte als Lehrerin für Mathematik – an Schulen in Brooklyn und Queens sowie am Molloy College.
Als Lehrerin beliebt – mit Humor und Strenge
Sie unterrichtete mit Leidenschaft und Humor. „Ich war selbst eine gute Schülerin – deshalb war ich auch eine gute Lehrerin“, sagte sie einmal mit einem Lächeln. Ihr Engagement im Schuldienst endete erst mit 84 Jahren – ein Alter, in dem viele längst in Pension sind.
Im Alter: Geistig wach und voller Leben
Auch mit über 100 Jahren denkt Schwester Francis nicht ans Aufgeben. Nach mehreren Unfällen und Operationen lebt sie heute im Pflegebereich ihres Klosters. Trotzdem nimmt sie täglich an der Messe teil und ist bei vielen Aktivitäten mit dabei.
Zu ihrem 112. Geburtstag – der dieses Jahr auf Ostern fiel – wünschte sie sich ein klassisches italienisches Essen: Cavatelli, Aubergine und Hühnersalat. Ihre Familie beschreibt sie als lebensfroh, humorvoll und willensstark. Ihr Neffe bringt es auf den Punkt: „Ihr Lieblingsspruch ist: Gott ist noch nicht bereit für mich.“
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