Pilze sammeln
Eierschwammerl Saison: So erkennen Sie die echten – und vermeiden giftige Doppelgänger
Die Schwammerl-Saison ist eröffnet! Und für viele gibt es nichts Schöneres, als an einem kühlen Sommertag mit Korb und Messer durch den Wald zu streifen – auf der Jagd nach den goldgelben Lieblingen: den Eierschwammerln. Sie sind aromatisch, gesund und heiß begehrt. Aber Vorsicht: Wer mit dem Sammeln loslegt, sollte die Augen offenhalten – denn es gibt gefährliche Verwechslungen, allen voran mit dem Ölbaumtrichterling und dem Falschen Pfifferling.
So erkennen Sie echte Eierschwammerl
Echte Eierschwammerl sind relativ gut zu erkennen – wenn man weiß, worauf man achten muss:
- Farbe: Dottergelb bis goldgelb
- Hut: gewellt, oft trichterförmig
- Lamellen: Keine echten Lamellen, sondern gabelige Leisten, die herablaufen
- Geruch: Fruchtig, leicht nach Aprikose
- Fleisch: Hell, fest und trocken
- Wuchs: Am Waldboden (nicht an Bäumen!), oft in Gruppen
Verwechslungsgefahr Nr. 1: Der Falsche Pfifferling
Er sieht dem Echten auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich – ist aber kein Genuss und bei empfindlichen Menschen schwer verdaulich.
Verwechslungsgefahr Nr. 2: Der Ölbaumtrichterling (giftig!)
Ein echter Problemfall für unerfahrene Sammler:innen. Der Ölbaumtrichterling kann zu starken Magen-Darm-Beschwerden führen.
So sammeln Sie sicher!
- Nur sammeln, was Sie 100 % sicher erkennen!
- Geruchsprobe machen: Fruchtiger Duft = gutes Zeichen
- Lamellen oder Leisten prüfen: Leisten = Eierschwammerl
- Nicht reißen, sondern mit dem Messer abschneiden
- Keine Plastiksackerl! → Pilze schwitzen darin schnell
- Frisch verarbeiten, nicht roh essen
- Bei Unsicherheit: Pilzberatungsstelle aufsuchen!
Schwammerlsuchen ist herrlich entspannend – aber nicht ganz ungefährlich. Wer sich gut vorbereitet, sammelt nicht nur mehr, sondern auch sicher.
Im Zweifel: stehen lassen. Denn die schönste Mahlzeit ist die, die einem nicht den Magen verdirbt.
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