Intensivstationen am Limit

Corona: Erste Operationen werden verschoben

Intensivstation
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B.1.1.7-Mutation ist äußerst aggressiv: Immer Jüngere landen auf der Intensivstation.
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Alarmstufe Rot in unseren Spitälern. Die Corona-Mutationen sorgen für eine gefährliche Knappheit der Intensivbetten. Der Grund: "Patienten sind jünger und schneller schwer krank. Das belastet das System enorm. Vor allem liegen sie wochenlang auf der Intensivstation. Jeden Tag kommen neue nach, aber die Alten liegen immer noch da", warnte Thomas Staudinger, Intensivmediziner der Med-Uni Wien bereits vor einigen Tagen. Im aktuellen Gespräch legt er nach: "Wir sind schon maximal ausgelastet. Es gibt keine freien Betten."

53 %höhere Belegung innerhalb eines Monats

Gefahr. Die Lage ist dramatisch: 394 Corona-Patienten liegen in Lebensgefahr auf einer Intensivstation. Im Vergleich zum Wert vor einem Monat bedeutet das einen Anstieg um 53 %(siehe Grafiken).

Nicht nur am AKH in Wien sind die Kapazitäten ausgeschöpft. Im Burgenland sind laut AGES-Dashboard 75 %der Betten belegt, in Niederösterreich sind es auch schon mehr als die Hälfte.

Sorge. Die Konsequenz: In Wien müssen bereits große Operationen verschoben werden. Es gibt keine Kapazitäten mehr. "Wir müssen in den OP-Betrieb eingreifen. Wir sehen mit großer Besorgnis die Entwicklung der Infektionszahlen", sagt Markus Pederiva vom Wiener Gesundheitsverbund.

Das bedeutet: Immer mehr Intensivbetten müssen in Coronabetten umgewidmet werden. Im schlimmsten Fall werden Krebs-,Herzoder Lungenoperationen verschoben werden -weil diese Patienten nach dem Eingriff intensivmedizinische Beobachtung bräuchten.

Schlimmer. Eine Besserung der Situation ist laut Experten nicht zu sehen. "Wenn man es so weiterlaufen lässt, wird es noch wesentlich schlimmer und die Qualität der Gesundheitsversorgung, wie wir sie gewohnt sind, wird nicht aufrechterhalten werden können", warnt Intensivmediziner Staudinger.

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