Laut MedUni-Virologin

Coronavirus-Mutation soll bereits in Österreich sein

Coronavirus-Mutation soll bereits in Österreich sein
© Getty Images
Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl über die Virus-Mutation, die sich von Großbritannien aus verbreitet.
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UPDATE: Gesundheitsminister Anschober hat für heute 15.00 Uhr eine EIL-Pressekonferenz zur Virus-Mutation in Österreich einberufen

Die in Großbritannien aufgetretene Virusmutation habe Österreich aller Wahrscheinlichkeit nach bereits erreicht – diese Einschätzung äußerte die Leiterin des Zentrums für Virologie an der MedUni Wien, Elisabeth Puchhammer-Stöckl in der gestrigen ZIB 2 - Sendung. „Es ist anzunehmen, dass es [das mutierte Virus] schon in Österreich eingeschleppt wurde. Ich glaube, es ist kaum ein Land frei von dieser Mutation mittlerweile“, so die Virologin.

Andere Mutation, gleiche Maßnahmen

Puchhammer-Stöckl geht ebenso wie viele britische Experten davon aus, dass diese Mutation des Coronavirus weitaus infektiöser ist, als die uns bekannte Variante. Sie betont aber, dass man auch der Mutation mit den erprobten Mitteln entgegen wirken könne: „Abstand halten, Masken tragen hilft auch gegen Infektion mit der neuen Variante. Daher ist die Strategie dieser Maßnahmen nicht zu ändern.“

Verlängerung des Lockdowns in Österreich?

Die Virologin äußerte sich auch über die aktuellen Infektionszahlen in Österreich, die trotz Lockdown nur langsam absinken. „Ich glaube, dass der mangelnde Abfall, den wir in den letzten Tagen sehen, bereits auf Weihnachten und Vorweihnachten zurückzuführen ist“, meinte Puchhammer-Stöckl. Es sei noch zu früh, um die Wirkung des neuerlichen Lockdowns ab dem 26. Dezember abzusehen, das erkenne man erst nächste Woche. Das Ende des Lockdowns hängt auch für die Virologin von den Zahlen ab. Sie peilt eine 7-Tages-Inzidenz von 50 an, dieser Wert liegt derzeit bei etwa 160. Blieben die Werte hoch, müsse die Regierung über eine Verlängerung der Ausgangssperren nachdenken.

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