16 % der Geimpften aus NÖ
Expertin: Wien soll 50.000 Impfungen zurückholen
Wiens Patientenanwältin Sigrid Pilz sorgte mit einem ORF-Interview für Aufsehen: "Laut meinen Informationen sind rund 15 Prozent der Impfungen an Einpendler aus den Bundesländern gegangen. Die sollen auch geimpft werden. Aber ich meine, die Impfdosen müssen von den Ländern den Wienern zurückgegeben werden, denn wir bekommen die Impfdosen nach Anzahl der Hauptwohnsitze, impfen aber auch Einpendler."
ÖSTERREICH machte dazu den Fakten-Check: Tatsächlich wurden laut dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) sogar 16 Prozent der bisher verabreichten Vakzine an Einpendler aus den Bundesländern, die meisten an PendlerInnen aus NÖ und dem Burgenland, verimpft.
312.856 Impfungen in Wien durchgeführt
Fakten. Tatsächlich wurden bis Karfreitag aus Wien 312.856 durchgeführte Impfungen an das Gesundheitsministerium gemeldet, das sind nur 15,4 Prozent der bundesweit durchgeführten Impfungen - obwohl Wien laut Bevölkerungsschlüssel 21,5 Prozent der Impfungen zustünden. Beim Anteil der Vollimunisierten liegt Wien mit 80.523 oder 4,21 Prozent überhaupt am letzten Platz.
Insofern ist die Pilz- Forderung, dass rasch zusätzliche Impfungen nach Wien müssen, mehr als verständlich -immerhin wäre eine Ersatzlieferung ja durchaus beachtlich: Würde Wien tatsächlich 16 Prozent der durchgeführten Pendler-Impfungen erhalten, wären das knapp mehr als 50.000 Impfdosen. Stadtrat Hacker will das öffentlich freilich nicht kommentieren -es würden ja auch vereinzelt Wiener in den Bundesländern geimpft.
In Wahrheit will man die Lockdown-Bündnispartner Johanna Mikl-Leitner (NÖ) und Hans Peter Doskozil (Bgld.) nicht vergrämen ...
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