7 Millionen Impfdosen bis Juni
Impfung für alle schon im Mai
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Wer gestern in „Wien online“ einen Impftermin buchen wollte, musste lesen: „Derzeit sind keine Termine verfügbar.“ Ein ernüchterndes Bild, das allerdings nur eine Momentaufnahme war. Bereits heute gibt es wieder Termine. Die Impfstofflieferungen nehmen kräftig an Fahrt auf. Diese Woche wurden bereits rund 320.000 Dosen geliefert, nächste Woche werden es 560.000 sein. Insgesamt sollen im 2. Quartal, also bis 30. Juni, sieben Millionen Impfdosen in Österreich eingetroffen sein.
In Anbetracht dieser Mengen wird der Ruf nach einem raschen Ende der Impfpriorisierungen und dem frühestmöglichen Start der „Impfung für alle“ in Österreich lauter. In Deutschland etwa wurde dieser Zeitpunkt soeben mit Ende Mai datiert.
Auch die Wiener Ärztekammer drängt auf eine schnelle Freigabe der Impftermine für alle Altersgruppen, um „Jüngere raschest impfen zu können“. Der Grund des dringenden Appells: „Die Patienten werden immer jünger und ihre Krankheitsverläufe auch immer schwerer“, wie der Vizepräsident der Wiener Ärztekammer Gerald Gingold warnt.
Was auch für eine schnelle Generalfreigabe spricht, ist das über weite Strecken unausgeschöpfte Kontingent durch die hohe Zahl an Impfverweigerern: In Tirol etwa, aber auch in anderen Bundesländern, taucht jeder 2. AstraZeneca-Impfpatient nicht beim eingetragenen Termin auf. Und auch bei den Lehrern nahmen gerade mal 40 Prozent die priorisierten Impfmöglichkeit wahr.
Problem.
Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker hält ein Ende der Priorisierungen ab Ende Mai aufgrund zu geringer Impfstoffmengen „für unrealistisch“. Eine Einschätzung, die auch damit einhergeht, dass sich der Impfstart in den Arztpraxen diese Woche abermals verzögert hat und eine Beschleunigung damit weiterhin verhindert wird.
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