Neues Flaggschiff ohne Google-Apps
Huawei zeigt Mate 30 Pro - ohne lizensiertes Android!
Huawei wird sein neues Top-Smartphone am 19. September in München vorstellen. Wie berichtet, dürfte die neue Mate-30-Serie (siehe Leak-Foto oben) allerdings wegen der US-Sanktionen nur ohne vorinstallierte Google-Apps erscheinen dürfen, was schlecht für die Verkaufschancen in Europa wäre. Der chinesische IT-Riese bestätigte den schon seit einiger Zeit kolportierten Termin zur Vorstellung des Mate 30 (Pro) mit einem wenige Sekunden langen Video bei Twitter ohne weitere Details:
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Schonfrist gilt nur für bereits erhältliche Modelle
Die US-Regierung hatte den chinesischen Konzern Mitte Mai unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken auf eine schwarze Liste gesetzt. Damit dürfen amerikanische Unternehmen - auch etwa Google und Chip-Zulieferer - nur mit spezieller Erlaubnis Geschäfte mit Huawei machen. Die Blockade wurde zwar allerdings ausgesetzt - aktuell bis Mitte November. Google darf aber nur bereits im Markt eingeführte Modelle weiter mit Updates versorgen - das Mate 30 dürfte als neues Gerät gelten, für das der Aufschub der Blockade nicht gilt.
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Mate 30 mit Open-Source-Android und ohne Google-Apps
Zu den Google-Apps gehört neben Karten und Gmail auch die Download-Plattform Play Store, über die die Geräte mit Anwendungen versorgt werden. Huawei hat bereits eine eigene App-Plattform, aber in Europa greifen die meisten Nutzer auf Google-Dienste zurück. Und die hauseigenen Android-Alternative, das Betriebssystem Harmony OS, ist derzeit für den Einsatz auf Smartphones noch nicht gerüstet. Als Betriebssystem dürfte beim Mate 30 Pro laut diversen Berichten die freie Version der bei Google entwickelten Android-Software zum Einsatz kommen. Das Open-Source-Android ist für alle Hersteller zugänglich - auf die von Google selbst lizenzierten Android-Versionen hat Huawei für neue Geräte dagegen keinen Zugriff.
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Bann spielt für Chinesische Kunden keine Rolle
Während in Europa das Fehlen der Google-Angebote ein klarer Wettbewerbsnachteil für Huawei wäre, spielt das am Heimmarkt keine Rolle. Denn in China verkaufen alle Smartphone-Anbieter ihre Geräte ohne die dort nicht zugelassenen Apps des US-Suchmaschinenriesen. Seinen europäischen Kunden verspricht Huawei bisher, dass "Smartphones und Tablets, die verkauft wurden, aktuell verkauft werden oder auf Lager sind" weiterhin Sicherheits- und Softwareupdates erhalten werden. Und jeder, der ein Gerät kaufen wolle, "kann auch künftig auf die Welt der Apps zugreifen".
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