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Mega-Hacker-Angriff auf Apple-Store

Mega-Hacker-Angriff auf Apple-Store
© Reuters
Jetzt wurden erstmals offizielle Apps mit einem Virus infiziert.
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Cyberkriminellen ist es gelungen, rund 40 mit Schadsoftware verseuchte Apps durch die Kontrollen in Apples Download-Plattform für iPhone und iPad zu bringen. Darunter waren populäre Anwendungen wie die Messaging-App WeChat und die Taxi-App Didi Kuaidi - wodurch mehrere hundert Millionen Nutzer betroffen sein könnten. Apple habe die Anwendungen inzwischen aus dem App Store entfernt, erklärte das Unternehmen in der Nacht auf Montag. Das chinesische Staatsfernsehen CCTV sprach am Sonntag sogar von über 350 betroffenen Apps.

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Wie konnten Kontrollen umgangen werden?
Apple teilte mit, man wolle sicherstellen, dass die App-Anbieter ihre Anwendungen mit der originalen Xcode-Version erneuerten. WeChat mit über 500 Millionen Nutzern erklärte inzwischen, dass die neue Version der App wieder sicher sei. Unter den weiteren verseuchten Apps waren laut Palo Alto Networks Spiele sowie Anwendungen für Banking, Aktienhandel, Online-Netzwerke, Karten und Kommunikation. Unklar bleibt, wie die Apps die Kontrollen von Apple passieren konnten. Es ist der erste bekannt gewordene erfolgreiche Angriff auf den App Store. Der Konzern lässt Anwendungen auf seine Geräte grundsätzlich nur aus dem hauseigenen App Store laden. Dank der Kontrollen sollen die Nutzer, die im Apple-System bleiben, sich auf die Sicherheit der Apps verlassen können. Bisher schien das System gut funktioniert zu haben: Schadsoftware war nur für von Nutzern "geknackte" iPhones bekannt geworden, die auch Anwendungen aus anderen Quellen laden können. Apple nutzte die Sicherheit auch als Argument im Wettbewerb mit dem meistgenutzten Smartphone-System Android.

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Android
Bei Googles Android-System können Apps grundsätzlich nicht nur aus dem Play Store des Konzerns, sondern auch aus anderen Download-Plattformen geladen werden. Während es im Play Store ähnlich strikte Kontrollen wie bei Apple gibt, kam über einige der vielen anderen App-Dienste in der Vergangenheit bereits Schadsoftware auf die Geräte der Nutzer.

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