Keine Fortschritte
Musk präsentiert neuen Tesla-Roboter und erntet massig Kritik
Statt Zuversicht zu verbreiten, wirft die Demo viele Fragen zum tatsächlichen Entwicklungsstand auf.
Der Auftritt von „Optimus“
Marc Benioff, Chef des US-Softwarekonzerns Salesforce, veröffentlichte ein Video, das Tesla-Roboter „Optimus“ im Einsatz zeigt. Er bezeichnete das Gerät als „Produktivitäts-Waffe“. Doch das 52 Sekunden lange Video zeigt eher unbeholfene Bewegungen als große Fortschritte. In dem Clip bittet Benioff den goldfarbenen Roboter um Hilfe bei der Suche nach einer Cola. Die Antwort des Roboters wirkt hölzern: Er habe keine aktuellen Informationen, könne aber in die Küche führen. Anschließend watschelt die Maschine langsam durch ein Büro. Musk selbst kommentierte im Hintergrund, man müsse dem Roboter mehr Platz geben – aktuell sei er „ängstlich, wenn es eng wird“.
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Elon Musk erklärte erst kürzlich, dass „Optimus“ künftig bis zu 80 Prozent des Tesla-Werts ausmachen solle. Er spricht sogar davon, dass der Konzern mit den Robotern eine Marktbewertung von 25 Billionen Dollar (USA) erreichen könne. Schon im Jänner kündigte Musk an, ab kommendem Jahr monatlich 100.000 Roboter herzustellen. Doch Berichte deuten darauf hin, dass die Realität ganz anders aussieht: Statt 5.000 Geräten im laufenden Jahr dürfte Tesla weit unter diesem Ziel bleiben.
Probleme mit Technik und Personal
Besonders auffällig ist die eingeschränkte Handbeweglichkeit des Roboters. Statt flexibler Finger wirken die Hände wie starre Plastikteile. Zudem verlor Tesla im Juni den Leiter der Roboter-Entwicklung, Milan Kovac, der seinen Rücktritt mit privaten Gründen erklärte. Auch von Produktionsengpässen ist die Rede. Diese bremsen den Konzern zusätzlich aus und lassen Zweifel aufkommen, ob die hohen Ziele überhaupt erreichbar sind.
Konkurrenz in Asien macht Druck
Während Tesla mit internen Problemen kämpft, schreiten andere Hersteller schneller voran. In China bietet die Firma Unitree bereits einen zweibeinigen Roboter an, der rund 16.000 Dollar (China) kostet – und in der Praxis deutlich mehr kann als „Optimus“ in seiner aktuellen Form. Zum Vergleich: Benioff sprach von möglichen Preisen bis zu einer halben Million Dollar (USA) für Teslas Modell.
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