Heftig
Burkard über RTL-Kündigungen: "Schwärzester Tag & Rettungseinsätze"
Katja Burkard, die seit fast drei Jahrzehnten für das RTL-Mittagsjournal vor der Kamera steht, gab im Podcast "Zwischen den Zeilen" von Bettina Böttinger tiefe Einblicke in die angespannte Lage beim Kölner Sender.
600 Arbeitsplätze
Der Grund für die Bestürzung ist eine massive Kündigungswelle, von der laut aktuellen Berichten insgesamt 600 Arbeitsplätze betroffen sind. Für Burkard markiert dieser Vorgang einen der "schwärzesten Tage in der Geschichte von RTL".
Dramatische Szenen am Arbeitsplatz
Die 60-jährige Moderatorin beschrieb detailliert, wie die betroffenen Mitarbeiter über ihr berufliches Aus informiert wurden. Demnach seien zwischen 14 und 16 Uhr E-Mails verschickt worden, die über Verbleib oder Kündigung entschieden. Die psychische Belastung für die Belegschaft war laut Burkard enorm: An diesem Tag seien Menschen zusammengeklappt, es kam sogar zu Einsätzen des Rettungswagens vor Ort. "Das ist ganz, ganz schrecklich", betonte die Journalistin und fügte hinzu, dass ihr jeder Einzelne leid tue.
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Angst um die Existenz
Bettina Böttinger ergänzte im Gespräch, dass viele Menschen nun um ihre Existenz fürchten müssten. Burkard erinnerte sich daran, dass Arbeitslosigkeit in der Branche früher kaum ein Thema war. In den 2000er-Jahren hätten Betroffene oft problemlos bei anderen Sendern wie dem WDR oder Sat.1 unterkommen können. Diese Zeiten seien jedoch vorbei, da das lineare Fernsehen laut Burkard mittlerweile "vom Aussterben bedroht" sei. Auch in Österreich verfolgt die Medienbranche die Entwicklungen bei den deutschen Privatsendern genau, da der Druck auf klassische TV-Formate länderübergreifend zunimmt.
Neuausrichtung sorgt für Stellenabbau
Hintergrund der Entlassungen ist eine strategische Neuausrichtung des Senders. Die Kündigungen treffen die Belegschaft hart, da viele ihre berufliche Heimat bei RTL sahen. Burkard, die selbst seit vielen Jahren fest mit dem Sender verbunden ist, beobachtet den psychischen Kollaps ihrer Kollegen aus nächster Nähe. Die Ungewissheit über die Zukunft des Mediums Fernsehen verschärft die Situation für die Medienschaffenden zusätzlich.
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