Insel-Kampf
Soost packt aus: Drama-Kindheit & knallhartes „Survivor“-Experiment
Detlef Soost, bekannt als Tänzer, Choreograf und Motivationscoach, übernimmt die Moderation des Reality-Formats „Survivor“ auf Sport1. Insgesamt 40 Episoden werden ausgestrahlt – fünf pro Woche im Free-TV sowie on demand auf show1.tv. Start ist am Montag.
Die Teilnehmer: ganz normale Menschen – aber mit außergewöhnlicher Stärke. Sie müssen auf einer einsamen tropischen Insel überleben, ausgestattet mit nichts als dem Allernötigsten.
Soosts Kindheit: Erste Krise mit vier Jahren
Soost weiß, was es bedeutet, im Notfallmodus zu funktionieren – und das schon als Kind. Mit gerade einmal vier Jahren fand er seine Mutter bewusstlos am Küchenboden, umgeben von leeren Alkoholflaschen und Tabletten. „Sie hat sich nicht mehr bewegt, weil sie das erste Mal versucht hatte, sich umzubringen“, erzählt Soost. „Da war ich das erste Mal im Notfallmodus.“
Diese Erfahrung prägte ihn nachhaltig. Heute sagt er rückblickend: „Ich bin trainiert, mit solchen Situationen umzugehen.“
Extrem-Bedingungen auf der Insel
Auch bei „Survivor“ geht es ans Limit. Die Kandidaten müssen sich alles hart erarbeiten – sogar Feuer. In den ersten Nächten gab es keines, weil sie es erst durch Challenges gewinnen mussten. „Es war Überleben auf einer Insel ohne jeglichen Komfort“, erklärt Soost. Die Belastung sei enorm – körperlich wie psychisch. „Das sind Notfallsituationen.“
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Harte Jugend und prägende Momente
Soost wuchs im damaligen Ost-Berlin unter schwierigen Bedingungen auf. Sein Vater aus Ghana verleugnete ihn, erst mit 34 Jahren kam es zu einem einmaligen Treffen. Mit sieben Jahren kam Soost ins Kinderheim. Besonders ein Erlebnis blieb ihm im Gedächtnis: Ein Fremder sagte ihm und seinen Freunden, sie würden später nur Kriminelle oder Süchtige werden. Für Soost wurde genau das zum Antrieb: „Das hat in mir einen Widerstand ausgelöst. Das war ein Motor für mich. Und sicherlich wäre ich nicht da, wo ich heute bin, wenn ich diese Vergangenheit und Kindheit nicht gehabt hätte.“
Bekannt wurde Soost als harter Juror bei „Popstars“ – direkt, fordernd, kompromisslos. Doch hinter der Fassade steckt auch eine sensible Seite. Er beschreibt sich selbst als „absoluten Yin-und-Yang-Menschen“ – jemand, der Gegensätze vereint. Stärke und Verletzlichkeit gehören für ihn zusammen.
So tankt er neue Kraft
Um mit Belastungen umzugehen, setzt Soost auf bewusste Auszeiten: Meditation, Ruhe und Abstand vom Handy. „Man sagt, ein Handy sollte fast leer sein, bevor man es an die Ladestation packt. Zumindest bei mir ist das genau das Gleiche“, sagt er.
Auch körperlich musste Soost einiges durchstehen. Trotz künstlicher Hüften und einer Stahlplatte im Bein tanzte er sich 2024 bei „Let’s Dance“ auf Platz drei. Doch es kam noch härter: 2024 erlitt er mehrere Schlaganfälle. „Es wurde festgestellt, dass ich im Bereich des Gehirns, welcher fürs Sehen zuständig ist, einen normalen und drei kleine Schlaganfälle innerhalb kürzester Zeit hatte“, berichtete er.
Schon zuvor hatte er mit Herzproblemen zu kämpfen.
„Ich bin vorbereitet“
Trotz aller Rückschläge bleibt Soost kämpferisch. Seine Lebensgeschichte hat ihn geprägt – und stark gemacht. Sein Fazit: „Ich bin, so kann man es sagen, trainiert, mit Notfallsituationen umzugehen.“
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