Nachdem sich Pierre M. Krause bereits im Oktober 2025 mit der Nachricht über einen bösartigen Tumor zurückgemeldet hatte, liefert er nun in seinem SWR-Format „Kurzstrecke“ tiefere Einblicke.
Gemeinsam mit Podcaster Tommi Schmitt reiste er durch dessen Heimatstadt Detmold und sprach dabei über die wohl schwerste Zeit seines Lebens. Der Moderator wurde dabei sehr deutlich und bezeichnete die Erzählungen selbst als „das Privateste, was ich je erzählt habe“.
Enttäuschung über „verlorene“ Freunde
Neben der körperlichen Belastung traf Krause vor allem das Verhalten seines sozialen Umfelds hart. Er berichtete davon, dass Menschen, die er zu seinen engsten Vertrauten gezählt hatte, plötzlich den Kontakt abbrachen. „Ich habe Freunde verloren, weil da plötzlich totale Funkstille war“, erklärte der Moderator. Zwar sei er nicht direkt böse, aber die Enttäuschung über das Schweigen während seiner sechsmonatigen Krankenhauszeit sitze tief.
Ein wichtiger Appell an alle
Tommi Schmitt thematisierte in der Sendung die Unsicherheit, die viele Menschen im Umgang mit Schwerkranken empfinden. Oft ziehe man sich aus Angst, das Falsche zu sagen, komplett zurück. Krause entgegnete darauf mit einem klaren Appell: „Meldet euch. Das muss keine Frage sein und man muss sich auch nicht zurückmelden.“ Es gehe schlicht darum zu zeigen, dass man an die Person denkt, wenn es ihr schlecht geht.
Leben nach dem Tumor
Die Zeit in der Klinik bezeichnete Krause rückblickend als „die Hölle“. Trotz der Offenheit im aktuellen Gespräch betont der Moderator weiterhin, dass er nicht auf seine Krankheitsgeschichte reduziert werden möchte. „Dann wirst du immer der Tumorüberlebende sein und das will ich nicht“, stellte er bereits im vergangenen Jahr klar.
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