Als "grotesk" kritisiert
Carla Bruni-Statue sorgt für Ärger
Eine Bronze-Statue, für die Ex-Präsidentenfrau Carla Bruni-Sarkozy als Modell diente, ist in einer französischen Kleinstadt bei Paris errichtet worden. Öffentliche Gelder seien dafür aber nicht ausgegeben worden, teilte das von einem konservativen Bürgermeister geführte Rathaus von Nogent-sur-Marne am Donnerstag mit.
Streit um Kosten
Nach heftigen Protesten aus der Opposition trägt die Kosten für das zwei Meter hohe Kunstwerk von 82.000 Euro komplett eine Immobilienfirma. Ursprünglich wollte die Kleinstadt die Hälfte der Betrages übernehmen.
Denkmal erntet Kritik
Der konservative Bürgermeister von Nogent-sur-Marne bei Paris, Jacques Martin, ein Vertrauter von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, wollte mit der Statue den eingewanderten italienischen Fabrikarbeiterinnen ein Denkmal setzen lassen. Doch Kritiker hielten es für völlig unpassend, die schwerreiche, italienische Industriellentochter Bruni-Sarkozy dafür als Modell zu nehmen. "Grotesk" nannte der sozialistische Stadtabgeordnete William Geib das Kunst-Projekt. Er sprach von einer "Schrulle" des Bürgermeisters. Außerdem sei dies eine "Beleidigung" der italienischen Arbeiterinnen, "ihnen das Gesicht einer superreichen Person zu geben".
Bruni-Sarkozy hatte Modell für die Künstlerin Elisabeth Cibot gestanden. Die Einweihung des Denkmals ist für Ende September vorgesehen.
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