Leinwand-Duell
Blake Lively will »Deadpool« vom Kino-Thron stürzen
In den USA hat Blake Lively das Kino-Duell mit ihren Ehemann Ryan Reynolds knapp verloren. Der Kultfilm "Deadpool & Wolverine" spielte am Wochenende weitere 53,8 Millionen Dollar ein, und knackte damit weltweit die Milliarde. "Nur noch ein einziges Mal", die Verfilmung des Kultromans von Colleen Hoove, mit Lively in der Hauptrolle schaffte aber beachtliche 50 Millionen Dollar Kassa. Platz 2. Aber Meilenweit vor "Twisters" (15 Millionen).
Ab Donnerstag (15. August) will das „Gossip Girl“ ihren "Deadpool" nun in den heimischen Kinos übertrumpfen. Und das mit einer „Achterbahn der menschlichen Erfahrungen“: "Nur noch ein einziges Mal" dreht sich um eine missbräuchliche Partnerschaft und ihre Folgen.
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Blumenhändlerin Lily Bloom (Lively) verliebt sie sich in den charmanten Neurochirurgen Ryle (Justin Baldoni) wird aber bald an die von Gewalt geprägte Ehe ihrer Eltern zurückerinnert. Das verschärft sich, als Jugendliebe Atlas (Brandon Sklenar) plötzlich wieder in ihrem Leben auftaucht und die Dreiecksgeschichte an Fahrt aufnimmt.
Wie ein roter Faden zieht sich das Thema (häusliche) Gewalt durch den mehr als zweistündigen Film. So arbeitet Baldoni immer wieder mit Rückblenden in Lilys Jugend und zeigt dabei zum Beispiel, wie der Vater ihre Mutter schlägt. Solche Szenen berühren emotional und schlagen gleichzeitig wieder den Bogen in Lilys Gegenwart.
Deutlich wird, wie sich Muster aus einer traumatischen Kindheit im Erwachsenenleben verfestigen und wie wichtig es deshalb ist, sie aufzuarbeiten. Was man aus "Nur noch ein einziges Mal" auch mitnehmen kann: Man sollte den eigenen Selbstwert kennen und zu schätzen wissen - unabhängig von einer Partnerschaft oder generell von anderen Beziehungen.
Trotzdem bleibt die Auseinandersetzung rund um das Problem missbräuchlicher Beziehungen leider insgesamt recht oberflächlich und hätte noch subtilere Facetten vertragen. Dafür stechen Lively - im Film mit roten Haaren, Oversized-Jacke und buntem Klamottenmix - und Schauspielkollege Baldoni in ihren Hauptrollen hervor.
Die Szenen mit geschlechtsspezifischer Gewalt seien ihm schwergefallen, sagte Baldoni dem Branchenblatt "The Hollywood Reporter". Es habe viele Momente gegeben, in denen er sich in ein Zimmer zurückziehen musste, um zu weinen oder die Energie seines aufbrausenden Charakters im Film abzuschütteln.
"Es gibt zu viele Menschen, die die realen Lily Blooms dieser Welt sind, die jeden Tag damit zurechtkommen müssen, und ich wollte, dass es so real wie möglich ist, und trotzdem war es sehr schwer, diese Szenen zu drehen", sagte der US-amerikanische Schauspieler und Regisseur.
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