Romanverfilmung

Kirsten Dunst in 60er Jahre-Thriller

"Die zwei Gesichter des Januar" mit Kirsten Dunst und Oscar Isaac
© Studio Canal
"Die zwei Gesichter des Januar" ist das Regiedebüt von Hossein Amini.
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Täuschungsmanöver, Dummheit und andere menschliche Schwächen gab es natürlich bereits in der Antike. Das lernen auch die Touristen, die in "Die zwei Gesichter des Januars" im Jahr 1962 unter blauem Himmel die Ruinen auf der Athener Akropolis besichtigen. Der Thriller nach dem gleichnamigen Roman von Patricia Highsmith kommt am 29. Mai in die heimischen Kinos.

Regiedebüt nach Highsmith
Es ist das Regiedebüt des aus dem Iran stammenden Drehbuchautors Hossein Amini (48), der etwa für seine Henry-James-Adaption "Die Flügel der Taube" eine Oscar-Nominierung erhielt. Highsmith (1921-1995) wiederum, die einst auch Griechisch studierte, hatte bereits in ihrem populärsten, gleich zweimal verfilmten Buch "Der talentierte Mr. Ripley" (1955) Motive und Charaktere entwickelt, die ähnlich auch in Aminis Geschichte vorkommen.

Zu ihnen gehört das so elegante wie gut gelaunte amerikanische Ehepaar Chester (Viggo Mortensen) und Colette MacFarland (Kirsten Dunst). Eine seltsame Faszination stellt sich dabei zwischen dem Geschäftsmann, seiner jungen Frau und dem etwas zwielichtigen Reiseführer Rydal (Oscar Isaac) ein. Und schon bald geraten die drei Bürgerexistenzen in ein modernes Labyrinth aus tödlichem Lug und Trug, aus dem kein Griechenheld sie rettet. Vor kultivierter Mittelmeerkulisse geht es um verborgen gehaltene Beweggründe wie sozialer Ehrgeiz, Eifersucht und Gewinnstreben, die in amoralischem Tun der Personen münden.

Jeder lügt
"Highsmiths Figuren sind Lügner, Betrüger, Trinker; sie sind haltlos eifersüchtig, paranoid oder dumm. Aber genau ihre Macken machen sie geradezu schmerzhaft menschlich", schreibt der Regisseur dazu, "in der Folge werden auch die drei Hauptfiguren des Films zum Spielball der Götter, aber sie nehmen das nicht widerstandslos hin. Sie wehren sich gegen das Schicksal, das über sie hereinbricht."
"Die zwei Gesichter des Januars" ist klassisch opulentes Bilder-Kino.

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