Kino-Hammer
„One Battle After Another": DiCaprio darf schon vom nächsten Oscar träumen
2016 durfte er nach fünf bitteren Niederlagen für „The Revenant – Der Rückkehrer“ endlich über den wohlverdienten Oscar jubeln. 2026, so sind sich die Kritiker einig wie nie, sollte es für Leonardo DiCpario ein da capo geben. Der soeben gestartete politisch angehauchte Actionthriller “One Battle After Another”, bei dem DiCaperio an der Seite von Top-Stars wie Sean Penn oder Benicio del Toro virtuos in ein im Chaos versunkenes Amerika entführt, mischt gerade Hollywood auf. Kritikerhymnen („Film des Jahres!“), Lob von Steven Spielberg („Ich habe noch nie einen Film gesehen, der mich so stark an Kubricks ‚Dr. Seltsam‘ erinnert“) und die nahezu perfekte Bewertung von 98% auf „Rotten Tomatoes“. Dazu kommt für das Wochenende eine starke Box Office Prognose jenseits von 50 Millionen Dollar. Und das trotz limitierten US-Starts in nur ausgewählten Kinos.
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“One Battle After Another” liefert eine düstere Panoramaaufnahme der "Unvereinigten Staaten von Amerika". Die Widerstandsgruppe „French 75“ hat vor 16 Jahren 200 Häftlinge aus den Fängen des skrupellosen United States Immigration and Customs Enforcement – kurz: ICE – befreit. Danach konnten die Widerständler, allen voran der von allen nur Ghetto Pat genannte Sprengstoffexperte Bob Ferguson (Leonardo DiCaprio) untertauchen. Heute ist Bob, dem Alkohol Drogen das Hirn vernebelt haben, getrieben von Paranoia, denn er fürchtet, dass es der damalige ICE-Colonel Steven J. Lockjaw (Sean Penn) immer noch auf ihn abgesehen hat und ihm aus Rache nach seinem Leben trachtet.
Die Sorge scheint zumindest nicht unbegründet, denn Lockjaw ist mittlerweile Teil der rassistischen „Christian Adventurer Club“-Miliz, die als Sinnbild eines faschistoiden Polizeistaats gilt und hat es vor allem auf Bobs Tochter Willa (Chase Infiniti) abgesehen. Nur Bob kann ihn stoppen. Und bittet dabei die alten Weggefährten Sensei Segio (Benicio del Toro), Deandra (Regina Hall) und Perfidia Beverly Hills (Teyana Taylor) um Unterstützung.
Der 11-fach Oscar-nominierte Regisseur Paul Thomas Anderson („Magnolia“) liefert damit 160 Minuten Hochspannung bei dem der Handlungsstrang oft tausend Haken schlägt und Leonardo DiCpario sich die Rolle eines verpeilten Einzelkämpfers mehr als einverleibt.
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