Gefeierter Filmemacher

Sonning-Preis geht an Haneke

Michael Haneke
© EPA
Höchste dänische Auszeichnung für Verdienste um europäische Kultur.
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Der österreichische Regisseur Michael Haneke erhält den diesjährigen Sonning-Preis für Leistungen innerhalb der europäischen Kultur. Der alle zwei Jahre vergebene Preis der Universität Kopenhagen ist mit einer Million Kronen (133.956,68 Euro) dotiert.

Herausragende Leistung
Der Filmprofessor Ib Bondebjerg, eines der Komiteemitglieder an der Uni Kopenhagen, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau, Hanekes Werk sei in seiner Art einzigartig. Der 72-jährige Filmschaffende habe nicht nur die Sprache des Films neu erforscht und erneuert, sondern konfrontiere darüber hinaus sein Publikum in-und außerhalb Europas mit zentralen existenziellen und sozialen Herausforderungen.

Wichtigste dänische Auszeichnung
Der Sonning-Preis ist die wichtigste dänische Auszeichnung für Verdienste um die europäische Kultur. Er wurde vom Autor und Herausgeber C. J. Sonning (1879-1937) gestiftet und wird jedes zweite Jahr jeweils am 19. April, dem Geburtstag des Namensgebers, vergeben. Der Sonning-Preis ging bisher drei Mal an Österreicher: 1965 erhielt ihn der österreichische Schriftsteller Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi, 1973 Karl Popper und 1979 Hermann Gmeiner, der Gründer der SOS-Kinderdörfer. Zuletzt (2012) ging er an den türkischen Schriftsteller Orhan Pamuk.

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