Autor Lukas Pellmann ist für seine Krimis bekannt - zuletzt mordete er am Neusiedler See in mehreren Teilen.
Nun ist beim Wiener Verlag Edition Atelier ein ganz anderes Buch von ihm erschienen. Auf den ersten Blick mutet das überaus liebevoll gestaltete Cover von "Zwei Tage im Sommer" fröhlich an, da strahlte eine Sonne vom Himmel, sind keine Wolken zu sehen. Doch dann merkt man... ist das daneben nicht ein Wachturm?
Dieser Instagram Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Instagram“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
Der Schein trügt also. Und das ist gut so, denn Pellmann hat eine politische Geschichte verfasst. Er hat sich einen Krieg zwischen Österreich und Ungarn ausgedacht, der passiert einfach, wie es eben so ist mit diesen Konflikten. Mehrere Erzählperspektiven auf unterschiedlichen Zeitebenen wechseln sich ab, die eine ist rund um eine Familie, die direkt mit dem Krieg konfrontiert wird, während sie im Burgenland auf Urlaub sind. Dann gibt es eine weitere, die Sicht vom ungarischen Soldaten Balázs, auch er mittendrin. Und jene von Svenja, die im Deutschland der Zukunft spielt (hier finden sich einige schöne Details zu einer futuristischen Welt)
Ist Realität nicht belastend genug?
Haben wir in der Realität nicht eh genug zu tun mit Kriegen und Krisen, muss so ein Thema sein? Ja. Sogar dringend. Denn Pellmann schärft hier den Blick darauf, dass wir als Menschen immer betroffen sind, egal wie nah oder fern unserer Landesgrenzen sich Konflikte abspielen. Eine durchdachte Handlung, präzise gezeichnete Figuren und viel zum Nachdenken lassen den Schluss zu: Pellmann kann also auch (Polit-)Romane schreiben
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden