Kritik

Nestroy an der Burg verblödelt

Nestroy an der Burg verblödelt
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Die Salzburger Inszenierung von „Lumpazivagabundus“ hatte Burgtheater-Premiere.
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Bei den Salzburger Festspielen hatte Matthias Hartmann Nestroys frühe Zauberposse Lumpazivagabundus, in der drei arme Handwerksburschen mithilfe der Fee Fortuna im Lotto gewinnen und ihr Glück machen sollen, inszeniert. Am Freitag hatte die Koproduktion im Burgtheater Wien-Premiere.

Wiewohl Hartmann auf die Crème de la Crème großer Schauspieler bauen konnte, gelang kein überzeugender Abend. Er schwänzte die geniale Sprache, den geistreichen Witz und die Boshaftigkeit des weltliterarischen Vormärz-Dichters und setzte auf Klamauk und seichte Unterhaltung.

Psychopath
Florian Teichtmeister als verliebter Tischler Leim kam der Tradition des Wiener Volkstheaters am nächsten. Michael Maertens verschenkte den notgeilen Schneider Zwirn mit Ziegenbart und meckerndem Gelächter an die Outrage. Und Nicholas Ofczarek machte den versoffenen Schuster Knieriem in seiner Angst vor dem Kometen zur Studie eines Psychopathen.
(Elisabeth HIrschmann)

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