Eklat nach ESC-Sieg
JJ attackiert Israel – Kultusgemeinde warnt vor "gefährlichen Aussagen"
Nach dem Sieg des österreichischen Sängers JJ beim Eurovision Song Contest hat eine umstrittene Aussage des Künstlers zu heftigen politischen Reaktionen geführt – auch von Oskar Deutsch, dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde. JJ hatte in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El País" erklärt, er wünsche sich einen ESC 2026 "ohne Israel" und zeigte sich enttäuscht darüber, dass Israel weiterhin am Wettbewerb teilnehmen dürfe, während Russland ausgeschlossen wurde. In einem Social-Media-Video bezeichnete er beide Länder als "Aggressoren".
Oskar Deutsch reagierte scharf: Auf X warf er dem ESC-Gewinner vor, sich nach seinem Aufruf zur Liebe nun in den "Chor der Israel-Hasser" einzureihen. JJ mache "israelische Opfer zu Aggressoren" und fördere Spaltung. Deutsch sprach von einer "enttäuschenden, aber vor allem gefährlichen" Aussage.
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JJ: "Tut mir leid, falls Worte missverstanden wurden"
JJ relativierte inzwischen seine Äußerungen via APA über sein Management. Er bedaure, wenn seine Worte missverstanden worden seien, betonte jedoch, dass seine Kritik der israelischen Regierung gelte. Er verurteile jede Form von Gewalt gegen Zivilisten – egal ob gegen Israelis oder Palästinenser – und wolle sich zu dem Thema nicht weiter äußern.
Der ORF distanzierte sich von JJ mit dem Hinweis, es handle sich um eine "Privatmeinung". Der ESC sei ein unpolitisches Musikformat, und nur die EBU entscheide über Teilnehmerländer.
Auch Politiker wie Alt-Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) kritisierten JJ scharf. Die Gleichsetzung Israels mit Russland sei "geschichtsvergessen" und ignoriere die Gräueltaten der Hamas. Solche Aussagen würden antisemitische Narrative bedienen.
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