Austropop-Highlight
Boris Bukowski: Konzert-Hit nach Krebs-Drama mit Grammy-Applaus
„Ich war bei den besten Ärzten. Auf Krankenschein. Als ganz normaler Kassenpatient. Im besten Spital der Welt. Im AKH. Und die haben das hinbekommen! Aber ich bin überzeugt, dass es nicht nur die Medizin war: ich habe nämlich monatelang - auf der Straße , auf Facebook - von vielen Leuten Mut zugesprochen bekommen und das war ein wesentlicher Beitrag zu meiner Genesung.“ Austropop-Urgestein Boris Bukowski feierte 20 Monate nach seiner niederschmetternden Krebsdiagnose am Samstag auch in Wien mit 400 Besuchern - nur Sitzplätze - in der gut gefüllten Simm City die große Konzert-Wiederauferstehung.
Ein legendärer Abend voller Hits - von „Trag meine Liebe wie einen Mantel“ bis „Euer Fritze mit der Spritze“ - und großer Worte: Über das Comeback („Ein Bühnen-Tier wie ich braucht den freien Auslauf.“) und auch über die Krankheit: „Ich habe eine britische Diagnose gelesen: da hieß es 50 Prozent überleben das 2. Jahr nicht mehr. Na Bumm. Aber dann hab ich mir gedacht: aber Moment: das heißt ja auch, dass die Andere Hälfte das zweite Jahr sehr wohl überlebt! Also: Gemmas an und schau ma wie weit wir kommen!“
Ein wichtiges und erfrischendes Lebensmotto, dass er knapp 110 Minuten lang auch auf der Bühne umsetzte und erst recht bei der Autogramm- und Selfie-Stunde danach. Vom programmatischen Opener „Es geht los“ bis zum Mitsing-Finale „Kokain“ lieferte der Altmeister unter dem Motto „Es gibt ein Leben vor dem Tod“ ein Programm das von Brisanz („In Namen Gottes Amen“ und Spielfreunde („Money“) locker mit junge Kollegen wie Wanda oder Josh. mithalten konnte: die Stimme druckvoll wie eh und je und das Haar nach der Chemo wieder strahlend weiß.
Zu „100 Stunden am Tag“ scherzte Boris Bukowski auch über seine Dancing Stars Vergangenheit („Ich werde euch meine Versionen von Cha Cha Cha, Paso Doble und Wiener Walzer ersparen!“), bei „Wenn die Musik aufhört zu spielen““ griff er zur Gitarre und mit einer lässig-rockigen Version von „Weiße Pferde“ huldigte er auch dem großen Georg Danzer. Dazu ließ er mit einer brachialen Feedback-Orgie zu „Hey Joe“ Bukowski fast Jimi Hendrix neidisch werden.
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In einer nahezu Burgtheater-würdigen Inszenierung wo er auch den Tänzer („Fandago“) oder einen Läufer („wir leben auf der Aschenbahn“) darstellte, setzte Bukowski mit dem umjubelten Mitsing-Klassiker „Kokain“ ein denkwürdiges Finale. Um dann noch eine witzige Abschieds-Ansage draufzustehen: „Ihr müsst euch überlegen welche Welt ihr für Keith Richards und mich hinterlässt!l“ Ein grandioser Konzert-Abend, der auch unseren Grammy-Gewinner Markus Illko begeisterte!
Boris Bukowski mit Grammy-Winner Illko (o.) und ÖSTERREICH-Reporter Thomas Zeidler-Künz (u.)
OE24 TV Live-Stream
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