Trauer im Austropop
Nach „Soberls“ Tod: So geht es mit Wiener Wahnsinn weiter
Tausende geschockte Fans, emotionelle Postings von betroffenen Kollegen wie Christopher Seiler („Ruhe in Frieden Martin“) oder Monti Beton („Unser aufrichtiges Beileid gilt seiner Nadine und Martins Familie und natürlich der gesamten Wiener Wahnsinn Family“) und das Spruchband „Ruhe in Frieden Soberl!“ der Austria Fans beim Meisterschaftsspiel gegen SV Ried. Riesige Anteilnahme um Martin „Soberl“ Sobotka, den Sänger der Kultband Wiener Wahnsinn („Deppert sein“), der am Freitag aus dem Leben geschieden ist. Nur drei Tage nach seinem 51. Geburtstag, den er noch mit Ehefrau Nadine feierte. Und nur wenige Stunden vor dem Auftritt am Ottakringer Kirtag, für den bereits alles fix und fertig aufgebaut war!
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„Aus gesundheitlichen Gründen kann das Konzert von Wiener Wahnsinn nicht stattfinden,“ wurden dort die Fans mit einem zusätzlichen Auftritt der Vorgruppe Marc Miner & Last Heroes vertröstet. Viele erfuhren erst am Samstag vom großen Drama. „Wir sind unendlich traurig und können es nicht fassen. Soberl, Du fehlst uns… nicht nur auf der Bühne,“ gab Wiener Wahnsinn auf ihren Social-Media -Kanälen den Tod ihres charismatischen Sängers bekannt.
Peter Pernica (am Foto oben ganz links) managt Wiener Wahnsinn.
Mit dem erschütternden Tod von „Soberl“, der bereits 2023 nach Panik-Attacken eine 12-wöchige Auszeit inklusive 6 Wochen Reha in Ottenschlag einlegte („Die Psyche spielte nicht mehr mit. Mir wurde alles zu viel“), ist natürlich auch die Zukunft der Kultband Wiener Wahnsinn ungewiss. Doch oe24 kennt den in ebenso ausgiebigen wie emotionellen nächtlichen Band- Gesprächen getroffenen Entschluss: Wiener Wahnsinn machen weiter! Aber ganz ohne Zeitdruck. Ein neuer Sänger soll mittels Casting gefunden werden.
Die für 2025 noch geplanten Konzerte u.a. am Freitag beim USV-Gaweinstal, auf der Wiener Kaiser Wiesn (2. Oktober) oder im Orpheum (7. November) werden allesamt abgesagt. Auch die beiden Fanreisen auf der Donau nach Bratislava. „Die Idee, einen dieser Auftritte als „Tribute Konzert für Soberl“ abzuhalten, kommt für uns alle noch viel zu früh. Das wäre jetzt unpassend,“ so Band-Manager Peter Pernica. Auch ein Termin für das Begräbnis muss noch gefunden werden. Zu tief sitzt der Schock. „ich hoffe ja noch immer jede Minute, dass er mich anruft.“
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