Hit-Feuerwerk
Placebo brachten Wiener Stadthalle zum Beben
Briten rockten für sich selbst und für deutlich weniger Publikum in Wien.
Placebo klingen heute anders als zu Zeiten, als der androgyne, düster-melancholische Glamrock auf der LP "Without You I'm Nothing" das angesagteste Ding war. Rockig und überdreht laut wuchtete die Gruppe am Donnerstag, 15 Jahre später, ganze sieben Stück ihres aktuellen Albums in die Wiener Stadthalle. Als angesagteste Band gilt Placebo nicht mehr, aber man präsentierte sich mutig und konsequent.
Hier eine kleine Hörprobe "B3"
Placebo rocken für sich selbst
"Für uns ist es wichtig, so egoistisch das klingen mag, dass wir Musik für uns selbst machen - und die Hoffnung ist, dass andere Leute sie auch schätzen", hatte Sänger und Gitarrist Brian Molko vor dem Konzert gesagt. Nun, die gestrige Show war bei weitem nicht ausverkauft, aber jene, die gekommen waren, zeigten sich großteils angetan. "Wir haben 20 Jahre die Welt betourt. Wenn ich von etwas überzeugt bin, dann von unserer Fähigkeit live", meinte Molko und lag damit nicht daneben. "B3" (von 2012) machte den Anfang, gefolgt von "For What It's Worth" (2009) und nach dem Titelstück der aktuellen Produktion "Loud Like Love" (Universal) kam "Twenty Years" (2004) mit anschließendem "Every You Every Me" (1998) - so viel zur im Vorfeld medial verbreiteten Mär, Placebo würden zunächst nur neues Material bringen und erst am Ende ein paar Hits einstreuen. Allerdings waren das zum Finale hin die großen Knaller, die da geballt regelrecht runtergedroschen wurden.
Hit-Feuerwerk: Placebo rockten Wiener Stadthalle
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(Von Wolfgang Hauptmann/APA)
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