Ein halbes Jahrhundert

Rolling Stones: 50 Jahre Rockgeschichte

The Rolling Stones
© Reuters
Genau am 12. Juli 1962 gaben die vier Rocklegenden ihr erstes Konzert.
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It's all over now" - es ist alles vorbei: Bis auf weiteres dürfte man diese Worte von den Rolling Stones höchstens als Song hören. Zwar sehen die Mitglieder einer der berühmtesten Bands aller Zeiten mittlerweile etwas knittrig aus, angegriffen von den Zeichen der Zeit, aber das Thema Tour oder neue Platte ist noch nicht abgeschlossen. Ganz anders sieht es da mit den Anfängen aus. So richtig kann sich keiner mehr erinnern, wie das alles war, damals. Als Gründungstermin hat man sich weitgehend auf den ersten Auftritt der Band im legendären Londoner Marquee-Club am 12. Juli 1962 geeinigt.

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Bruce Springsteen

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Van Halen

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Karriere-Start durch Zufall
Eher durch Zufall, weil eine andere Band ausfiel, sollen Richards, Jagger und die anderen Bandmitglieder, die die beiden angeworben hatten, auf der Marquee-Bühne gelandet sein. Sie nannten sich nach einem Muddy-Waters-Song "Rollin' Stones", noch ohne das "g". Die Musikzeitschrift "Rolling Stone" - naturgemäß dem exakten Wissen über ihre Namensgeber verpflichtet - weist auf die Fallstricke hin, die jedem begegnen, der die Geschichte der Stones schreiben will.

Orignalbesetzung vom 12. Juli 1962
Sicher ist demnach aber, dass am Abend des 12. Juli folgende junge Männer dabei gewesen sein sollen: Jagger (18), Richards (18), Brian Jones (20) an der Gitarre, Dick Taylor (19) am Bass, Ian Stewart (23) am Piano. Diskussionen gibt es um Mick Avory und Tony Chapman, und auch um die Setliste. "Verdammt dünne Faktenlage also für ein derart weltbewegendes Ereignis", kommentiert der "Rolling Stone". Aber schließlich habe damals auch noch niemand wissen könne, "dass ausgerechnet dieser Abend den glühenden Grundstein für die essenziellen Kapitel der Popgeschichte legte".

Karriere mit Berg- und Talfahrt

Es folgten Jahre des Erfolgs, Höhen und Tiefen, persönliche Schicksalsschläge und große Triumphe. Schlagzeuger Charlie Watts kam schnell dazu, musste aber überredet werden, denn als Designer hatte er ein gesichertes Einkommen. Jagger, Richards und Watts sind heute noch dabei - ansonsten gab es aber einiges an Fluktuation in 50 Jahren Bandgeschichte. Im Sommer 1969 spielte sich eines der tragischsten Kapitel ab: Gitarrist Brian Jones wurde tot, mit Drogen und Alkohol im Blut, in einem Swimmingpool gefunden. Tage vorher war er von der Band entlassen worden. Der vierte Stone von heute, Ron Wood, kam erst 1975 dazu.

Soundtrack für gesellschaftliche Entwicklungen

Die Stones lieferten den Soundtrack für gesellschaftliche Entwicklungen, heißt es zum 50. Jubiläum immer wieder. Dabei haben sie am eigenen Mythos von Anfang an fleißig mitgestrickt. Denn hinter ihrem Ruf als Sprachrohr einer Generation, als wilde Kämpfer gegen das Establishment und Helden des Blues und Rock'n'Roll steckt eine ganze Menge Planung. So nahm Jagger nie als "Street Fighting Man" an Politdemos teil, bis heute fällt sein ordentlicher englischer Mittelklasseakzent auf. Gerade zu Beginn wurden die Stones bewusst als "böse Jungs" mit ruppiger Musik und rüdem Auftreten konstruiert, als Gegenspieler zu den adretten Beatles. Ihrer Musik hat das nie wirklich Abbruch getan. Heute, 50 Jahre nach der Gründung, kennt noch fast jeder mindestens einen Stones-Hit, die meisten sehr viele mehr.

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