Zu Gast im Ö3
ORF-Kupplerin Nina Horowitz über ihr Coming-out: "Da war ich schon einsam"
Seit sechs Jahren verhilft Nina Horowitz als Moderatorin von „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ Singles im ORF zur großen Liebe – und gilt längst als „Kupplerin der Nation“. Ab Montag stellt die TV-Journalistin erneut Menschen vor, die auf Partnersuche sind. Doch bevor es auf Sendung geht, war Horowitz am Sonntag, dem 13. Juli, zu Gast in der Radiosendung „Frühstück bei mir“ auf Ö3.
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„Liebe ist ein kleines Wunder, wenn zwei Menschen zueinanderfinden“, erklärt die 48-jährige Wienerin im Gespräch mit Moderatorin Claudia Stöckl. „Viele wissen gar nicht genau, was Liebe eigentlich ist, sehnen sich aber sehr danach. Umso schöner ist es für mich, wenn ich miterlebe, dass jemand durch die Sendung tatsächlich die große Liebe findet. Daran ein wenig beteiligt zu sein, ist ein unglaubliches Gefühl.“
Doch Horowitz spricht nicht nur über ihre Arbeit, sondern öffnet auch ihr eigenes Herz. Auf die Frage, ob sie selbst Einsamkeit kenne, antwortet sie offen: „Ja, sehr. Vor allem in der Zeit, als ich noch nicht wusste, was mit mir los ist. Bevor ich erkannt habe, dass ich lesbisch bin, habe ich mich oft einsam gefühlt.“
Coming-out mit 19
Ihr Coming-out erlebte sie mit 19 Jahren. „Damals wurde mir klar, dass ich mich mehr zu Frauen hingezogen fühle. Ich habe es zuvor lange verdrängt, weil es kaum Vorbilder gab – Ellen DeGeneres etwa war damals noch kein Thema. Eine Zeit lang habe ich mein Leben versteckt, aber irgendwann outet man sich. Und dann merkt man: Es ist gar nichts dabei. Oft sagt das Gegenüber einfach: ‚Na endlich.‘“
Heute ist die Journalistin seit zwei Jahrzehnten mit ihrer Frau zusammen, gemeinsam ziehen sie ihre elfjährigen Zwillingstöchter groß. „Bei uns ging alles ziemlich schnell. Manchmal ist Liebe einfach unkompliziert“, erzählt Horowitz. Ihr Geheimnis für eine funktionierende Partnerschaft: „Reden, gerade über Gefühle. Und darauf achten, dass die Paar-Ebene nicht verloren geht, vor allem, wenn Kinder da sind. Und man muss sich gemeinsam weiterentwickeln.“
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Schicksalsschläge
Im Radiointerview wird auch ein sehr persönliches Thema angesprochen: der Tod ihres Vaters, des bekannten Fotografen und Journalisten Michael Horowitz, der im vergangenen Jahr nach einer kurzen, schweren Krebserkrankung verstarb. „Es war ein Moment des absoluten Kontrollverlusts. Es ging alles so schnell, das muss man erst einmal verkraften. Aber ich konnte ihm alles sagen, was mir wichtig war. Wir haben uns gut verabschiedet.“
„Frühstück bei mir“ auf Ö3 bietet jeden Sonntag von 9.00 bis 11.00 Uhr spannende Einblicke in das Leben prominenter Gäste – diesmal mit Nina Horowitz, die als Vermittlerin der Liebe nicht nur andere, sondern auch sich selbst gefunden hat.
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