Die Gewinner
"The Brutalist", "Emilia Perez" und "Shogun" räumen bei 82. Golden Globes ab
US-Komikerin Nikki Glaser hat zu ihrer Premiere als Moderatorin der Golden Globes mit der anwesenden Hollywood-Elite abgerechnet. "Und "Challengers"? Sexuell aufgeladener als Diddys Kreditkarte", sagte die Entertainerin mit Bezug auf die Missbrauchsvorwürfe gegen den US-Rapper Sean "Diddy" Combs. ""Wicked", "Queer", "Nightbitch", das sind nicht nur Worte, die Ben Affleck nach dem Sex sagt, das sind einige der unglaublichen Filme, die heute nominiert sind", scherzte die 40-Jährige über den Schauspieler und seinen Ruf als glücklos in Beziehungen.
In den Film-Kategorien gab es kein Vorbeikommen an "The Brutalist" und "Emilia Perez". Das Historien-Epos erzählt von einem jüdischen Architekten, der nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA ein neues Leben beginnen will. Er setzte sich gegen "A Complete Unknown", "Dune: Part Two", "Nickel Boys", "Konklave" von Edward Berger und "September 5" des Schweizer Regisseurs Tim Fehlbaum durch. Zusätzlich gab es für den Film auch die Globes in den Kategorien Beste Regie und Bester Hauptdarsteller.
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Die französische Produktion "Emilia Pérez" hat den Golden Globe in der Sparte "Komödie/Musical" gewonnen. Der Musicalfilm von Starregisseur Jacques Audiard setzte sich gegen "Anora", "Challengers", "A Real Pain", "The Substance" und "Wicked" durch. Die Story dreht sich um einen mexikanischen Kartellboss, der sein Geschlecht zur Frau angleichen lässt.
Die Brasilianerin Fernanda Torres hat den Golden Globe als Hauptdarstellerin in einem Drama gewonnen. Die 59-jährige Schauspielerin überzeugte mit ihrer Rolle in "I'm Still Here" des brasilianischen Filmemachers Walter Salles. Der Film erzählt von einer Familie, die die grausamen Auswirkungen der brasilianischen Militärdiktatur in den 1970er Jahren miterlebte.
Shogun & Hacks triumphieren im TV
In den TV-Kategorien haben "Shogun" und "Hacks" mächtig abgeräumt. Die Literaturverfilmung "Shogun" wurde von der Auslandspresse in Hollywood zur besten Dramaserie des Jahres erklärt. Hiroyuki Sanada und Anna Sawai gewannen auch den Golden Globe als beste Drama-Hauptdarsteller. Tadanobu Asano wurde als bester TV-Nebendarsteller ausgezeichnet und hielt eine enthusiastische Rede. Die Historienserie über japanische Samurai-Kultur hatte im September bereits 18 Emmy Awards gewonnen, ein neuer Rekord für die TV-Preise.
"Hacks" über eine alternde Stand-up-Komikerin in Las Vegas gewann den Golden Globe als beste Comedy- oder Musicalserie. Es war nach 2022 die zweite solche Auszeichnung für die Serie. Jean Smart siegte wie schon 2022 als beste Hauptdarstellerin einer Comedy. Bester Hauptdarsteller einer Comedyserie wurde Jeremy Allen White als Koch Carmy in "The Bear".
Saldana wird emotional
Die US-Schauspielerin Zoe Saldana hat den Golden Globe als beste Nebendarstellerin gewonnen. Die 46-Jährige überzeugte mit ihrer Rolle als Anwältin in dem Musical-Krimi "Emilia Pérez" von Regisseur Jacques Audiard. Mit ihr waren unter anderen Selena Gomez ("Emilia Pérez"), Ariana Grande ("Wicked"), Felicity Jones ("The Brutalist"), Margaret Qualley ("The Substance") und Isabella Rossellini für Edward Bergers "Konklave" nominiert.
Saldana setzte damit ihre erste Globe-Nominierung überhaupt prompt in einen Gewinn um. Unter Tränen dankte sie Kolleginnen und Kollegen, die an "Emilia Pérez" mitgewirkt hatten. Die französische Produktion gewann auch in der Sparte "Bester nicht-englischsprachiger Film".
Bester KOmödien-Darsteller wurde Sebastian Stan. Der 42-jährige Schauspieler überzeugte mit seiner Rolle in der schwarzen Komödie "A Different Man".
Die Siegerliste der Golden Globes:
- Bester Film - Drama: The Brutalist
- Bester Film - Komödie/Musical: Emilia Perez
- Beste Regie: Brady Corbet (The Brutalist)
- Bester Hauptdarsteller - Drama: Adrien Brody (The Brutalist)
- Beste Hauptdarstellerin - Drama: Fernanda Torres (I'm Still Here)
- Bester Hauptdarsteller - Komödie/Musical: Sebastian Stan (A Different Man)
- Beste Hauptdarstellerin - Komödie/Musical: Demi Moore (The Substance)
- Beste Nebendarsteller: Kieran Culkin (A Real Pain)
- Beste Nebendarstellerin: Zoe Saldana (Emilia Perez)
- Bestes Drehbuch: Peter Straughan (Konklave)
- Beste Filmmusik:Trent Reznor, Atticus Ross (Challengers - Rivalen)
- Bester Filmsong:El Mal (Emilia Perez)
- Bester Animationsfilm:Flow
- Bester fremdsprachiger Film: Emilia Perez
- Cinematic and Box Office Achievement: Wicked
- Beste Serie - Drama: Shogun
- Bester Serien-Hauptdarsteller - Drama: Hiroyuki Sanada (Shogun)
- Beste Serien-Hauptdarstellerin - Drama: Anna Sawai (Shogun)
- Beste Serie - Komödie/Musical: Hacks
- Beste Serien-Hauptdarsteller - Komödie/Musical: Jeremy Alen White (The Bear: King of Kitchen)
- Beste Serien-Hauptdarstellerin - Komödie/Musical: Jean Smart (Hacks)
- Beste Miniserie, Anthologie-Serie oder Fernsehfilm: Rentierbaby
- Bester Hauptdarsteller – Miniserie, Anthologie-Serie oder Fernsehfilm: Colin Farrell (The Penguin)
- Beste Hauptdarstellerin – Miniserie, Anthologie-Serie oder Fernsehfilm: Jodie Foster (True Detective: Night Country)
- Bester Nebendarsteller – Fernsehen: Tadanobu Asano (Shogun)
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Beste Nebendarstellerin – Fernsehen: Jessica Gunning (Rentierbaby)
- Bester Stand-up-Comedian: Ali Wong (Single Lady)
- Lebenswerk: Viola Davis
- Carol Burnett Award: Ted Danson
Das Drehbuch für Bergers Vatikan-Thriller "Konklave" wurde ebenfalls mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Der britische Autor Peter Straughan nahm die erste Globe-Trophäe seiner Karriere entgegen. Sein Drehbuch ist eine Adaption des gleichnamigen Romans des Briten Robert Harris ("Vaterland").Der österreichisch-schweizerische Filmemacher Berger inszenierte aus dem Stoff einen packenden Film über Intrigen und Machtkämpfe bei der Kür eines neuen Papstes. Der Film ist für insgesamt sechs Globes nominiert.
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