Millionen-Kosten
Schock nach ESC-Sieg: Dancing Stars droht das ORF-Aus
Der Jubel über den Sieg von JJ beim ESC ist noch nicht verklungen, schon gibt es erste Berichte über die Konsequenzen seines Triumpfes. Denn Österreich - wahrscheinlich Wien - muss jetzt den nächsten Song Contest ausrichten. Und das wird - auch für den ORF - keine billige Angelegenheit.
60 Millionen Euro kostet der Song Contest
Schweiz, der Schweizer Rundfunk und die Stadt Basel, wo der ESC heuer stattfand, mussten insgesamt 60 Millionen Euro für das Mega-Event ausgeben. 21,3 Millionen Euro steuerte der Sender bei, die Stadt Basel kam auf 37,3 Millionen. Dazu kamen etwa 5,3 Millionen Euro von der European Broadcasting Union. Der ESC 2015 nach dem Sieg von Conchita Wurst kostete noch 25 Millionen Euro - ORF-Insider rechnen aber für den Song Contest 2026 mit 60 Millionen Euro Kosten.
ORF bleibt auf mindestens 20 Millionen Kosten sitzen
Der Aufwand ist enorm. Alleine der Aufbau der Mega-Bühne dauert 40 Tage - dazu kommt das Personal, eine Redaktion, die Betreuung der insgesamt 30 Nationen, die antreten. Freilich bringt das Event auch viel Geld - durch den Ticket-Verkauf, Werbeeinnahmen, Sender-Rechte und auch die Tausenden Fans, die Hotels buchen und in der Stadt feiern. 2015 blieben am Ende für den ORF Kosten um die 11 Millionen Euro zu stemmen - nächstes Jahr wird es wohl das doppelte sein.
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Dancing Stars macht Pause - Kahlschlag im ORF droht
So gut wie fix gilt also, dass Dancing Stars - diese Woche geht die Show ins Finale - eine Pause einlegen muss. Die Rechte, die der ORF von BBC abkaufen muss, sind teuer. Dazu kommen die Gagen für die Promis, Tänzer und Moderatoren. Auch 2015 wurde mit der Tanzshow pausiert.
Viele Fragen sich jetzt, was noch alles dem Rotstift im ORF zum Opfer fallen wird. Denn eigentlich muss der Staatsfunk Millionen einsparen. Dazu belasten Fußball-WM und Olympische Spiele das Budget. Für 2026 stehen jedenfalls wieder drei Starnächte am Programm - auch hier kann man reduzieren. Eigenproduktionen wie die Serie "Biester" könnten auch verschoben werden.
Und: Die Bundesliga-Rechte werden neu verhandelt. ORF-General Roland Weißmann will sich jedenfalls "intensiv beteiligen"...
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