Aufschrei

Song Contest: Protest gegen Russland

Song Contest 2012 in Baku
© EPA
Appellan russische Fernsehintendanten aus Sorge um Sicherheit von Delegationen & Fans.
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Russlands harsches Vorgehen gegen Homosexuelle beunruhigt die Verantwortlichen des Eurovision Song Contest (ESC). Der Lenkungsausschuss des ESC habe zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs einen warnenden Brief an die russischen Fernsehsender Channel One und RTR geschrieben, berichtet das deutsche Magazin "Stern". Darin werden deren Intendanten aufgefordert, vier Fragen zur künstlerischen Freiheit sowie zur Sicherheit von Teilnehmern und Fans zu beantworten.

Worst Case-Szenario Moskau 2015
"Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil einige große Delegationen massive Sicherheitsbedenken haben", sagte NDR-Unterhaltungschef Thomas Schreiber dem "Stern" - "darunter auch Deutschland". Schreiber sitzt für Deutschland im Lenkungsausschuss. Die russische Hauptstadt ist als Austragungsort des ESC zwar nicht aktuell, nachdem der Wettbewerb im Mai 2014 in Kopenhagen stattfindet. Bei einem russischen Sieg aber müsste der Wettbewerb 2015 in Russland ausgetragen werden.

Russland gegen Wertekaltalog
Dennoch wolle man früh ein politisches Symbol setzen, heißt es bei den Veranstaltern. Die neuen russischen Gesetze verbieten "Propaganda von Homosexualität" wie etwa Plakate oder offenes Auftreten. Dies widerspreche dem Wertekatalog der Europäischen Fernsehunion (EBU). Demnach soll der Schlagerwettbewerb "ein öffentlicher Raum sein, in dem alle Bürger ihre Meinung frei äußern können".

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