Als Regisseur und Drehbuchautor David Lynch den Film „Mulholland Drive“ (2002), eine unheimliche Geschichte über Liebe, Mord und Eifersucht, herausbrachte, wohnte er bereits dort. Zumindest beinahe. Sein Anwesen befindet sich genau genommen unterhalb der kurvenreichen Straße. Schon 1987 tätigte Lynch den ersten Kauf auf dem Gelände, das er im Laufe der Jahre zu seinem Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ausbaute, bis es fast einen Hektar umfasste. Auf dem Areal verteilen sich mehrere Bauten mit Wohngebäuden und dem Sitz seiner Produktionsfirma. Darunter ein zweigeschossiges Haus im Brutalismus-Stil, aus dem nonzero\architecture ein Studio gemacht hat, in dem der Filmemacher holzgetäfelte Werkstätten, eine Bibliothek, einen Vorführraum und einen Schnittraum unterbrachte.
David Lynch: Ein Blick in sein Anwesen
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Lebensmittelpunkt
Das Herzstück des weitläufigen Anwesens bildet ein Mid-Century-Modern-Haus, das 1963 von Lloyd Wright, dem Sohn von Frank Lloyd Wright, entworfen wurde. Das Hanghaus war die Hauptresidenz des Kult-Regisseurs, der Anfang des Jahres im Alter von 78 Jahren verstorben ist. Auf 185 Quadratmetern verteilen sich drei Schlafzimmer. Lloyd Wright orientierte sich bei seinen Arbeiten am Werk seines weltberühmten Vaters, hob sich aber von dessen Vorbild durch Experimente mit Materialien wie Beton und Glas ab. Das zeigt sich auch in dem charakteristischen Haus, das David Lynch bewohnt hat. Der geradlinige Betonklotz erhielt einen zartrosa Anstrich. Die starre Struktur wird durch den Einsatz von Glas und Holz durchbrochen. Ein wiederkehrendes Element im Freien wie im Inneren des Gebäudes ist das Chevron-Muster, das man neben dem Pool, aber auch im Wohnzimmer findet.
Kontrastreich
Wände aus samtgrauem Putz und gerade Linien führen das Schema in den Wohnräumen fort. Dem stehen warme Holzböden und Interieur in natürlichen Farben gegenüber. Dank deckenhoher Fenster und Oberlichter sind die Räume hell und von Sonnenlicht durchflutet. Ähnliche Farben wählte David Lynch für seine kompakte Küche: Neben den Holzfronten ziehen Arbeitsflächen in Limonengrün die Aufmerksamkeit auf sich.
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Nach dem Tod des Filmemachers, zu dessen größten Erfolgen die Fernsehserie „Twin Peaks“ zählte, steht sein Anwesen, auf dessen Gesamtfläche sich zehn Schlafzimmer und elf Bäder verteilen, zum Verkauf. Derzeit wird es für 15 Millionen Dollar (rund 12,7 Millionen Euro) angeboten.
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