Gestern Abend war es wieder so weit: Jacquemus lud zur Show. Location? Das Musée National Picasso in Paris. Vibe? Elegant-chaotische Gartenparty. Gäste? Elton John, Sophie Marceau, Josh Hartnett und die K-Pop-Girlgroup Illit. Kurz: fashion people in ihrem natürlichen Habitat. Aber während auf dem Runway Palmier-Frisuren, skulpturale Silhouetten und ein Hauch Retro-Glamour vorbeizogen, passierte in der ersten Reihe das eigentliche Highlight des Abends.
Star-Gäste bei Jacquemus
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Denn dort saß sie. Lächelnd. Ikonisch. Und offiziell: die erste Brand Ambassador in der Geschichte von Jacquemus.
Ihr Name: Liline Jacquemus.
Ihr Job: Großmutter von Simon Porte Jacquemus.
Ihr neuer Titel: Original Icon.
Die eigentliche Hauptfigur der Show stolzierte nicht über den Runway
Ja, die Kollektion hatte alles, was man von Jacquemus erwartet: verspielte Silhouetten, Retro-Anklänge, dramatische Hüte, skulpturale Cocktailkleider, ein Finale-Look mit Helmut-Newton-Reference und sogar eine Frisur, die aussah, als hätte man einen breitzinkigen Kamm und eine Midlife-Crisis kombiniert.
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Aber das Internet hatte nur Augen für eine Person: Lilines Auftritt in der Front Row. Denn am Tag vor der Show verkündete Simon Porte Jacquemus: Seine Großmutter ist ab sofort die allererste Markenbotschafterin des Hauses.
Nicht irgendein Model.
Nicht irgendein TikTok-Star.
Nicht irgendein A-List-Celebrity.
Sondern die Frau, mit der alles begonnen hat.
„Bevor es Jacquemus gab, gab es sie.“
Liline Jacquemus wurde 1946 geboren und wuchs in einem kleinen Dorf in Südfrankreich auf, großgezogen von einer italienischen alleinerziehenden Mutter. Felder, Sonne, Einfachheit und eine Frau, die Stärke und Eleganz ganz ohne Runway lebte.
Der Designer sagt selbst: Sie war seine erste Inspiration. Seine Vorstellung von Weiblichkeit, Würde, Stil und Präsenz kommt direkt von ihr. Noch bevor es Moodboards, Kampagnen oder Shows gab. Oder anders gesagt: Sie war Jacquemus, bevor Jacquemus Jacquemus war.
Die wohl ikonischste „Brand Ambassador“-Ankündigung der Modegeschichte
Was die Sache endgültig viral gemacht hat, war nicht nur die Personalie, sondern die Bedingungen.
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Jacquemus veröffentlichte augenzwinkernd einen ganzen „Vertrag“ für seine Großmutter als Ambassador. Darin steht unter anderem:
- Sie darf keine anderen Marken nennen.
- Sie muss jede Show besuchen, wie ein Familienessen.
- Sie darf niemals Beiträge anderer Marken liken.
- Sie darf das Wort „Marke“ nicht sagen. Nur „Familie“.
- Auf die Frage „Sind Sie exklusiv?“ ist immer mit „Bien sûr!“ zu antworten.
- Und: Die Ambassador muss immer lächeln. So wie wir es alle tun sollten.
In einer Modewelt, in der gefühlt jede Woche ein neuer „Global Ambassador“ gedroppt wird, fühlt sich diese Entscheidung… anders an. Wärmer. Ehrlicher. Weniger Kampagne, mehr Charakter.
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