Hintergrund
Chronologie im "Fall Aliyev"
Eine Chronologie:
2002 Rakhat Aliyev, Schwiegersohn des autokratischen Staatschefs Nursultan Nasarbajew, wird nach Putsch-Gerüchten als kasachischer Botschafter nach Österreich geschickt.
2005 Aliyev kehrt als Vize-Außenminister nach Kasachstan zurück.
31. Jänner 2007: Zwei Manager der kasachischen Nurbank verschwinden spurlos. Haupteigentümer der Bank ist Rakhat Aliyev.
9. Februar 2007: Aliyev wird wieder als Botschafter nach Österreich geschickt.
23. Mai 2007: Ermittlungen gegen Aliyev wegen der Entführung der beiden Bankmanager.
26. Mai 2007: Aliyev wird als Botschafter abgesetzt.
28. Mai 2007 Kasachstan erlässt einen Haftbefehl gegen Aliyev.
30. Mai 2007: Auslieferungsantrag der kasachischen Justiz an Österreich.
1. Juni 2007: Aliyev wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wien vorübergehend in Haft genommen.
4. Juni 2007: In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "profil" erklärt Aliyev, dass das Vorgehen der kasachischen Justiz politisch motiviert sei. Es handle sich um Rache für seine Ambitionen auf das Präsidentenamt und dafür, dass er sich geweigert habe, dem Staatschef und seiner Entourage lukrative Unternehmensanteile zu überschreiben.
8. August 2007: Österreich lehnt Auslieferungsantrag für Aliyev ab. Er könne in dem zentralasiatischen Land kein faires Verfahren erwarten.
17. Jänner 2008: Aliyev wird wegen der Gründung einer mafiösen Vereinigung in Abwesenheit von einem kasachischen Gericht zu 20 Jahren Haft verurteilt. Kasachstan stellt daraufhin einen weiteren Auslieferungsantrag an Österreich, zur Vollstreckung der Strafe.
30. Dezember 2014: Gegen Aliyev wird die erwartete Mordanklage eingebracht.
24. Februar 2015: Aliyev wird erhängt in einer Einzelzelle der Justizanstalt Josefstadt aufgefunden.
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