43.000 Euro weg

Eis-Christbaum in Klagenfurt schon geschmolzen

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© APA/Gert Eggenberger

Traurig, aber wahr: Ganze acht Tage hielt die mit 5,4 Metern Höhe als weltgrößter Eis-Christbaum angepriesene Skulptur im Zentrum der Klagenfurter Innenstadt dem warmen Wetter stand.

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Am Mittwoch wurde sie bereits wieder entfernt. Das aus 30 Tonnen Eis vom Villacher Weltmeister im Eis-Schnitzen, Gert Hödl, fabrizierte Kunstwerk kostete satte 43.000 Euro, für viele Bürger der Landeshauptstadt hinausgeworfenes Geld.

Finanzierung über private Sponsoren
Anders sehen dies die Stadtverantwortlichen. "Bei der Eröffnung wurde weltweit positiv davon berichtet, aus der ganzen Welt gab es Zugriffe auf die Klagenfurt Marketing-Homepage mit den Live-Bildern vom Alten Platz", meint Vizebürgermeister Walter Zwick (V) in Richtung Kritiker. Auch habe die Stadt Klagenfurt nur 10.000 Euro zur Verfügung gestellt, der Rest der Finanzierung sei über private Sponsoren erfolgt.

"In einem normalen Winter wäre der Eisbaum mindestens zwei Monate gestanden", so Zwick. Klagenfurt Marketing-Geschäftsführer Helmut Ellensohn erklärte, dass die Entfernung des Überrestes der kalten Skulptur aus Sicherheitsgründen erfolgt sei: "Das Spezial-Eis hat besonders durch den Regen der vergangenen Tage gelitten, im oberen Bereich wurden bereits Löcher festgestellt und es bestand die Gefahr, dass Eisteile herunterfallen."

Herkunft des Eises unklar
Die Diskussionen über die ungewöhnliche Werbeattraktion wird sicher noch einige Tage andauern. Zuletzt verbreitete am Mittwoch eine Tageszeitung Gerüchte, laut denen das Eis für den Baum nicht, wie ursprünglich berichtet, aus Belgien, sondern aus einer Kärntner Brauerei stammen soll. Das wurde aber dementiert. Eis-Schnitzer Hödl meinte, dass eine Brauerei dazu gar nicht in der Lage sei. Laut ihm stammt das Eis aber nicht aus Belgien, sondern aus England.

Spekulationen, dass der Klagenfurter Eis-Christbaum so rasch das Zeitliche gesegnet habe, weil er von einem Villacher angefertigt wurde, sind aber selbstverständlich als ein Vorgriff auf den kommenden Fasching aufzufassen.

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