Impfaktion bricht auf null ein

18 Millionen Werbegeld für 26 Impfungen pro Tag

von
Impfungen Corona-Impfung Impfstraße Wien
© TZOe Fuhrich
Die Posse um die Impf-Kampagne erreicht einen neuen, skurrilen Höhepunkt.
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Wien. Nicht nur die Leere gähnt im Austria Center. In der größten Impfstraße des Landes langweilen sich auch die MitarbeiterInnen fast zu Tode – kein Schwein, und schon gar keine WienerInnen interessieren sich mehr fürs Corona-Jaukerl.

12 Erststiche. Obwohl in Wien nur 52,98 % vollen Impfschutz durch den dritten Stich haben, ist die Impf-Aktion völlig zusammengebrochen. Am vergangenen Sonntag wurden in der Zwei-Millionen-Metropole ganze 12 Erststiche gesetzt, im Sieben-Tage-Schnitt sind es derzeit 26 Impfungen pro Tag.

Null-Kampagne. Dabei hätte Wien ein Rekord-Werbebudget vom Bund als Geschenk erhalten, das alle Dimensionen sprengt. Als in der Übergangszeit vom glücklosen Minister Wolfgang Mückstein zu Johannes Rauch die bundesweite Impfpflicht und die dazugehörige Kampagne platzte, überwies Anfang April der Bund kurzerhand an die 4.000 Gemeinden Österreichs die dafür vorgesehenen 75 Millionen Euro, der Anteil Wiens betrug stolze 18 Mio. Euro.

So viel Budget wie PID. Ein wirklich außergewöhnlicher Geldregen – zum Vergleich: Die Gesamtwerbeausgaben der Stadt über den PID (Presse- und Informationsdienst) sind für heuer mit 19,8 Mio. € budgetiert. Dörfer wie Gramais in Tirol erhielten unter 500 Euro – wofür sie pro Einwohner Frankfurter und ein Bier spendieren können …

Rekord-Werbebudget von Wien auf Eis gelegt

Warten statt Taten. Wien dagegen könnte wirklich etwas tun. Gemacht wird mit den 18 Mio. € vorerst aber gar nichts. „Wir diskutieren im Mai mit dem Bund, was wir tun sollen und wie das Geld für alle Gemeinden gemeinsam sinnvoll zu verwenden ist“, heißt es von Stadtrat Peter Hackers Büro zu ÖSTERREICH. Intern rechnet man „eher erst im Herbst“ mit einer Kampagne – bis dahin wütet Corona ungebremst weiter.

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