Blauer Plan:

Kickl will Showdown mit Türkisen

Klubobmann Herbert Kickl und Interims-Obmann Harald Stefan
© APA / Georg Hochmuth
Herbert Kickl ist als 13. FPÖ-Parteiobmann designiert. Jetzt will er Rache.
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Wien. Am 19. Juni sollen die FP-Delegierten Herbert Kickl offiziell zum Parteichef krönen. Stattfinden wird der außerordentliche Bundesparteitag in der Arena Nova in Wiener Neustadt. Schon im Vorfeld kündigte er einen Anti-ÖVP-Kurs an: „Die Türkisen sind das größte politische Blendwerk der Zweiten Republik. Das ist eine politische Show-Einrichtung, die die Menschen schon zu lange getäuscht und hinters Licht geführt hat“, wetterte Kickl.

Spaltungsplan

Er schießt in Richtung Türkis, sagt ­jenen den Kampf an, „die glauben, sie könnten weiterhin einen Staat im Staat betreiben.“ Für Kickl hat die ÖVP aufgehört, sich für „die Identität unserer Nation“ einzusetzen.

Kickls Plan: Er will die ÖVP spalten – in Schwarz und türkise „Kurz-Karrieristen“. Die anderen Parteien, sogar die Grünen, sieht er dabei als Verbündete.

Interner Gegner

In den ­eigenen Reihen hat Kickl allerdings einen mächtigen Gegner: Oberösterreichs FP-Chef Manfred Haimbuchner. Dieser sieht seine Landeskoalition mit der ÖVP gefährdet,steht doch im Herbst die Landtagswahl an. Beim Präsidium entsagte er Kickl demonstrativ die Stimme.

Fraglich bleibt, ob er sich auch auf Bundesebene gegen ihn durchsetzen kann.

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