Das sagt ÖSTERREICH

Ein Gipfel als Farce, während Spitäler voll sind

Isabelle Daniel im oe24 Studio
© TZOe Fuhrich
Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Politik-Insiderin Isabelle Daniel.
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Tauziehen. Der gestrige Gipfel endete – so leid es mir tut – als veritable Farce. Die geplante Regionalisierung – Verschärfungen bei vollen Spitälern, Erleichterungen bei stabilen Zahlen – wurde erneut vertagt. Das Resultat des Gipfels: Wir testen viel und sollen FFP2-Masken tragen. Ja, stimmt. Aber der eigentliche Grund des Gipfels von Kanzler, Gesundheitsminister und Länderchefs – dringend notwendige Verschärfungen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland – endete mit der sensationellen Ankündigung, dass es ­einen neuerlichen Gipfel mit diesen drei Landeschefs geben werde.

Ein Jahr nach Start der Pandemie haben hier einige Entscheidungsträger – in Wien konnte gestern bereits ein 70-Jähriger (siehe rechts) nicht mehr auf die Covid-Intensivstation verlegt werden – offensichtlich immer noch nicht verstanden, dass man schnell agieren muss.

Rasch Maßnahmen ­setzen statt Stehsätzen

Parole. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Burgenlands Doskozil sollten endlich auf ihre eigene Parteichefin Rendi-Wagner hören, die wiederholt versucht, ihnen den Ernst der Lage klarzumachen. Johanna Mikl-Leitner wiederum sollte ihrem Parteichef Sebastian Kurz lauschen. Oder Bundesregierung und Länderchefs einigen sich auf eine neue Linie à la Donald Trump und lassen alles laufen. Dann sollten nur alle bedenken, wie das politisch für ihn ausgegangen ist.

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