TV-Duell

Showdown: Corona-Schlagabtausch bei Nehammer gegen Kickl

Showdown: Corona-Schlagabtausch bei Nehammer gegen Kickl
© APA/GEORG HOCHMUTH
Im zweiten ORF-Duell des Abends trafen ÖVP-Chef Karl Nehammer und FPÖ-Chef Herbert Kickl aufeinander.
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Nur wenige Tage vor der Wahl zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ÖVP und FPÖ ab. Umso gespannter richteten sich dementsprechend die Blicke auf das zweite ORF-Duell am Montagabend zwischen Bundeskanzler Karl Nehammer und FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl. Beide forderten häufig "Augenmaß und Vernunft"

Die besten Sager:

Kickl über sein Verhältnis zu Nehammer: "Ich würde sagen, es ist ein sehr schwieriges Verhältnis. Es war mal ein recht gutes."

Kickl über die Corona-Pandemie: "Sie haben Dinge erfunden, die es nirgendswo anders gegeben hat. Ich denke an einen Lockdown für Ungeimpfte." Außerdem: "Sie haben es mit Ihrer Radikalisierung bis zum Exzess getrieben".

Nehammer konterte: "Die Pandemie war mit Sicherheit eine der größten Herausforderungen in der Geschichte der zweiten Republik. Und es war Herbert Kickl, der am Anfang lautstark einen Shutdown gefordert hat." Und: "Das Entscheidende ist: Wir haben Fehler gemacht bei den Entscheidungen - aber wir haben entschieden. Stellen Sie sich vor, wir hätten nicht entschieden. Die Grundlage war immer: Menschenleben retten."

Kickl zur Corona-Politik der ÖVP: "Herr Nehammer, das ist Sturheit, ich möchte jetzt nicht sagen Dummheit oder Resistenz".

Kickl über das Thema Bodenversiegelung nach dem Hochwasser: "Ich habe mich dazu bekannt, dass wir Freiheitliche - im Gegensatz zur ÖVP - für ein Bodenschutzgesetz sind. Das ist natürlich ein Eingriff in die Möglichkeiten der Raumordnung".

Kickl über Klimaschutz mit Windrädern: "Ich kann ja nicht das Klima retten und gleichzeitig die Natur zerstören"

Nehammer über erneuerbare Energien: "Wir sind sehr abhängig von fossiler Energie. Aber Österreich hat gute Voraussetzungen, damit uns das Ende der Abhängigkeit gelingt."

Nehammer über die Ähnlichkeit der Wirtschaftsprogramme der Parteien: "Ich habe meinen Österreichplan am 26. Jänner präsentiert, das Wirtschaftsprogramm der Freiheitlichen kam deutlich später und hat ganz viele Merkmale von meinem Österreichplan."

Kickl über das Thema Wirtschaft: "Vieles von dem, was Sie angesprochen haben ist grundvernünftig." Aber: "Das Einzige, was nicht zusammenpasst mit dem, was Sie sagen, ist Ihr präferierter Koalitionspartner: Die Sozialdemokraten. Und die wollen das genaue Gegenteil. Die machen eine Politik, die dem Wirtschaftsstandort das Genick bricht."

Nehammer über "Technologie-Offenheit": "Die Dampfmaschine ist nicht verboten worden, sondern durch etwas Besseres ersetzt."

Nehammer über die Sky-Shield-Initiative: "Ich finde es richtig und wichtig, das weiter fortzuführen. Natürlich werde ich das in Regierungsverhandlungen auch verteidigen."

Kickl mit Taferl
© ORF2

Kickl konterte mit einem Taferl, das die Reichweite von Sky-Shield-Raketen zeigt: "Sie sehen hier eine ganz große Diskrepanz zwischen dem Aggressor (Russland, Anm.) und der Reichweite dieser Raketen."

Nehammer über FPÖ-Politik: "Da sehen wir, dass Angstmache immer Teil der freiheitlichen Politik Herbert Kickls ist."

Kickl über den Ukraine-Krieg: "Ich vermisse auf europäischer Ebene diese laute Stimme, die sagt: Moment einmal. Auch, wenn wir recht haben, muss einmal Schluss sein."

Nehammer erklärte dazu: "Es braucht einen Punkt, wo die russische Seite beginnt, Friedensgespräche ernsthaft zu führen."

Nehammer beim Thema Asyl: "Wie schaffen wir es, illegale Migration erfolgreich zu verhindern? Wir kriegen sogar den EU-Kommissar (Magnus Brunner, Anm.) in dieser Sache."

Kickl über Migration: "Der EU-Migrationspakt ist nichts anderes als eine Mogelpackung." Und: "Von Verteidigen und Pushbacks spricht kein Mensch."

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