Landtagswahl

Tirol: Schwarz-Grün oder Schwarz-Blau?

Platter
© APA/EXPA/JOHANN GRODER
Am Sonntag wählt Tirol einen neuen Landtag. Der erste Platz der ÖVP ist ungefährdet.
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Wien. Im Reigen der Landtagswahlen ist kommenden Sonntag Tirol an der Reihe. ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter ist in der komfortablen Situation, sich nach der Wahl den Koalitionspartner aussuchen zu können. Pro­gnostiziert wird laut IFAP-Umfrage ein Ergebnis von 39 bis 41%. Derzeit regiert die ÖVP mit den Grünen unter Ingrid Felipe.

Umfrage: Wen würden Sie diesen Sonntag in Tirol wählen?

Tirol: Schwarz-Grün oder Schwarz-Blau?
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Aktuellste Umfrage von IFAP (600 Befragte, 6.-10.Februar, Mittelwerte)

  • Schwarz-Grün. Felipe macht im ÖSTERREICH-Interview eine klare Ansage, um ihre Wähler zu mobilisieren: „Unter 10 % gehen wir aus der Regierung.“ Das ist mutig, denn bei einem entsprechend hohen ÖVP-Ergebnis könnte sie auch mit einem einstelligen Ergebnis wieder in eine Koalition gehen. Felipe hat neben der Landtagswahl noch einen größeren Auftrag: Sie muss die Grünen im Bundesrat retten, damit der verbliebene Parlamentsklub noch Förderungen bekommt.

FPÖ drängt in die
Tiroler Regierung

  • Schwarz-Blau. Das Ergebnis von ÖVP und FPÖ wird auch als erster Test für die Bundesregierung gelesen. Platter könnte nach Oberösterreich und dem Bund den Trend zu Schwarz-Blau fortsetzen. Die Blauen werden voraussichtlich Platz 2 erreichen. Ein Zugewinn ist fix, da sie bei der letzten Wahl 2013 nur 9,3 % erreichten. FPÖ-Mann Markus Abwerzger hatte überregionale Bekanntheit erlangt, weil der ORF Tirol seine Reaktion auf einen antisemitischen Passanten weggeschnitten hatte.
  • SPÖ. Als Koalitionspartner kommt die SPÖ für Platter kaum infrage. Das Ergebnis der Tiroler SPÖ unter der ­Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik ist auch ein Signal für SPÖ-Chef Christian Kern. Verliert sie, werden die Ablösegerüchte um Kern wieder starten. Wichtiger ist da aber die Kärnten-Wahl.
  • Absolute. Schwierig, aber nicht ausgeschlossen: eine absolute Mehrheit für Platter. Ab 44 % könnte es sich ausgehen.

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