Im Interview
Ehemaliger Salzburg-Coach outet sich
In emotionalen Interviews mit RTL und dem stern lässt Dobrick die Bombe platzen. „Im Profifußball gelten Schwule noch immer als Außerirdische“, so der 29-Jährige gewohnt direkt. Doch er stellt klar: Er ist „mit Sicherheit kein Einzelfall“. Der Druck, im Milliarden-Business Fußball ein „hetero-normatives“ Leben vorzugaukeln, sei gigantisch. Laut Dobrick kommen weniger schwule Talente oben an, weil sie ihre wertvolle Energie für das Versteckspiel verschwenden müssen, statt sich auf den Sport zu konzentrieren.
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Klopp-Satz gab den Anstoß
Besonders brisant: Ausgerechnet Trainer-Legende Jürgen Klopp (58) spielte laut der BILD-Zeitung eine Schlüsselrolle bei diesem historischen Coming-out! Bei einem Treffen mit Salzburger Nachwuchstrainern soll „Kloppo“ den entscheidenden Satz gesagt haben: „Du kannst als Trainer sein, wer du willst, aber du musst für etwas stehen. Du musst du selbst sein!“ Diese Worte brannten sich bei Dobrick ein. Sie wurden zu seinem Lebensmotto und gaben ihm die Kraft, die „Wortakrobatik“ und den „rhetorischen Eiertanz“ um sein Privatleben endlich zu beenden.
Scharfe Kritik an Homophobie-Kultur
Dobrick, der bereits für Top-Klubs wie RB Salzburg, Hoffenheim und Holstein Kiel arbeitete, legt den Finger in die Wunde. Er spricht von einem strukturellen Problem: Schimpfwort-Kultur. Sein aktueller Arbeitgeber, der Kult-Klub St. Pauli, steht felsenfest hinter ihm. Präsident Oke Göttlich habe Dobrick bereits persönlich seine volle Unterstützung zugesichert.
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