Aufstand
Bayern-Fans attackieren Ehrenpräsident Uli Hoeneß
Im Vorfeld der aktuellen Runde der deutschen Bundesliga war es 12 Minuten lang still in der Allianz Arena. Die Hardcore-Fans der Bayern protestierten gegen die Ideen von manchen Vereinsbossen, die das 50+1-System kippen wollten.
Es ist eine Regelung, die die Übernahme von Großinvestoren verhindern soll und den Mitgliedern der Vereine ein Stimmrecht zusichert. Dietmar Hopp in Hoffenheim und Red Bull in Leipzig haben das System bereits ausgetrickst, wofür es stets Proteste gegen die handelnden Personen gab.
Jetzt zog sich auch Uli Hoeneß wieder einmal den Fan-Zorn zu. Der Münchner Ehrenpräsident hatte im „OMR“-Podcast ganz offen die Abschaffung der Regel gefordert. „Ich glaube, über kurz oder lang muss in Deutschland die 50+1-Regelung fallen. Das ist nicht wichtig für Bayern München, denn wir können mithalten mit unseren Möglichkeiten“, sagte er und fügte hinzu: „Insofern kann ich mich sehr dafür einsetzen, ohne eigene Vorteile zu erzielen. Ich glaube einfach, dass es für viele Vereine hilfreich wäre, wenn sie internationales Geld einnehmen könnten.“
Fans melden sich zu Wort
Das ließen die Anhänger nicht auf sich sitzen und attackierten die Vereinsikone frontal. Auf einem Spruchband, das im Stadion ausgerollt wurde, stand: "Uli, wann wird es auch dir endlich klar... Fußball in Deutschland – ohne 50+1 nicht vorstellbar!"
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Anders als in München ist die Sicht der Dinge in Dormtund. Dort verteidigt Präsident Hans-Joachim Watzke, der auch Aufsichtsratschef der Bundesliga ist, die oft diskutierte Regel. "Ich hoffe, dass Herr Watzke, der ja ein großer Gegner ist, sich irgendwann mal breitschlagen lässt, darüber vernünftig nachzudenken", bleibt Hoeneß seinem Kurs treu.
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