Besonders brisant: Fitnesscoach Lorenzo Buenaventura wird den Verein nach der Saison verlassen. Der Italiener zählt seit vielen Jahren zu Guardiolas engstem Kreis und arbeitete bereits beim FC Barcelona, beim FC Bayern München und später in Manchester an seiner Seite. Insgesamt verbindet beide eine Zusammenarbeit von rund 15 Jahren. Laut „The Athletic“ können sich selbst vereinsnahe Personen Guardiola kaum ohne Buenaventura vorstellen.
Der Abschied des 63-Jährigen wird deshalb intern nicht als gewöhnlicher Personalwechsel gesehen, sondern als mögliches Signal dafür, dass auch Guardiola über einen Abgang nachdenkt. Zwar besitzt der City-Coach noch einen Vertrag bis 2027, doch seit Monaten reißen die Spekulationen über seine Zukunft nicht ab. Klubintern soll die Führungsetage bereits Klarheit darüber verlangt haben, ob Guardiola tatsächlich noch eine weitere Saison bleiben möchte.
Auch Torwarttrainer geht
Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Abgang: Auch Torwarttrainer Xabier Mancisidor wird Manchester City im Sommer verlassen. Er arbeitete zwar schon vor Guardiolas Ankunft beim Verein, galt aber ebenfalls als wichtiger Bestandteil des langjährigen Trainerteams. Zusammen mit den bestätigten Spieler-Abschieden von Bernardo Silva und John Stones entsteht zunehmend das Gefühl, dass bei City ein großer Umbruch bevorsteht.
Gerade die personellen Veränderungen im Trainerstab gelten dabei als besonders sensibel. Guardiola arbeitet traditionell über viele Jahre hinweg mit einem kleinen Kreis absoluter Vertrauter zusammen. Buenaventura spielte intern eine zentrale Rolle im Fitness- und Belastungsmanagement – ein entscheidender Faktor in Guardiolas intensivem Spielstil. Dass ausgerechnet dieser langjährige Weggefährte nun geht, wird deshalb als möglicher Wendepunkt interpretiert.
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Krimi um die Meisterschaft
Sportlich befindet sich City dennoch weiter mitten im Titelrennen. Nach dem Sieg gegen Crystal Palace liegt die Mannschaft nur zwei Punkte hinter Arsenal FC. Zudem steht noch das FA-Cup-Finale gegen Chelsea FC an. Es wäre bereits der 20. Titel unter Guardiola.
Trotzdem wirkt die Situation anders als in den vergangenen Jahren. Guardiola selbst sprach zuletzt mehrfach offen über mentale Erschöpfung und die Belastung seines Jobs. Gegenüber ESPN Brasil sagte er bereits: „Nach meinem Vertrag mit City werde ich aufhören. Ich werde eine Pause machen.“ Diese Aussagen bekommen durch die aktuellen Entwicklungen nun zusätzliches Gewicht.
Als möglicher Nachfolger wird immer wieder Enzo Maresca gehandelt. Der frühere Guardiola-Assistent, mittlerweile Cheftrainer bei Chelsea, gilt vereinsintern als logischer Kandidat für die Zeit nach dem Erfolgscoach.
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