Ab 11. Juni ist das ÖFB-Nationalteam erstmals seit 1998 bei einer Weltmeisterschaft dabei. Marko Arnautović, David Alaba & Co. treffen bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada auf Argentinien, Jordanien und Algerien und hoffen auf den Aufstieg in die K.o.-Phase.
Während man seit 28 Jahren auf eine WM-Teilnahme warten musste, war man bei Europameisterschaften zuletzt schon fast Dauergast. Auch in zwei Jahren will man sich für das Turnier in Großbritannien und Irland qualifizieren. Doch ab diesem Turnier kann alles anders sein.
Denn zeitgleich gibt es Pläne dafür, dass die internationalen Top-Stars im selben Sommer auch bei einem anderen großen Turnier an den Start gehen, das in weiterer Folge einen ähnlichen Stellenwert wie eine Weltmeisterschaft haben soll.
Altersgrenze für Spieler
Die Verantwortlichen des IOC und die Veranstalter von Olympia 2028 wollen eine stets umstrittene Regelung für Fußballer kippen. Beim Olympischen Fußballturnier der Herren durften bislang nur drei Spieler, die älter als 23 Jahre alt sind, pro Nation im Turnierkader stehen.
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IOC-Vize Juan Antonio Samaranch war deshalb diese Woche in Madrid, um vor allem mit den Bossen der spanischen Liga zu verhandeln. Man möchte die Besten der Besten im Sommer nach Los Angeles holen. Allerdings gibt es auch ein großes Problem: Während es für Vereine bei der EM, WM und festgelegten Terminen für die Nationalteams eine Abstellpflicht der Vereine für ihre Stars gibt, muss die Olympia-Teilnahme genehmigt werden.
Superstars erhielten Spielverbot
Deshalb mussten Superstars wie Kylian Mbappe oder Antoine Griezmann 2024 auf eine Teilnahme verzichten, weil es ein Veto ihrer Teams gab. Das soll nun nachgebessert werden, denn die IOC-Pläne beinhalten auch, dass die bisherige Altersregel schon 2028 abgeschafft wird und die Top-Spieler der qualifizierten Nationen auflaufen dürften.
Damit möchte man das stets belächelte Olympia-Fußballturnier der Herren aufwerten und hofft auch auf Unterstützung der Vereine. Allerdings könnte das auch zum Konflikt mit den Verbänden FIFA und UEFA führen. Während die FIFA das Alleinstellungsmerkmal der Weltmeisterschaft verlieren würde, würde die Europameisterschaft im Olympia-Sommer an Bedeutung massiv verlieren.
"Wir möchten auch, dass der Wettbewerb der Männer-Senioren dem Weltmeisterschaftsturnier stärker ähnelt", gab Samaranch zu, denn bei den Frauen gibt es diese Regel nicht. Angesprochen auf die Verhandlungen mit LaLiga meinte er: "Ich glaube, dass wir bedeutende Fortschritte bei deren Erreichung machen werden."
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