Im Elfmeterschießen
Unsportlichkeit! Schummel-Versuch von Donnarumma
Der 27-Jährige konnte froh sein, nicht während des Elferschießens eine zweite Gelbe Karte zu bekommen und damit des Platzes verwiesen zu werden - auch wenn es schlussendlich egal ist, weil Italien ohnehin nicht gewonnen hat.
Der italienische Schrecken nahm seinen Verlauf, als ausgerechnet der blutjunge 20-jährige Pio Esposito - die Entdeckung bei Inter Mailand in dieser Saison - den ersten Elfmeter schießen sollte. Mit Manuel Locatelli, Mateo Retegui, Federico Dimarco oder auch Nicolo Barella waren mögliche Schützen bereits vom Platz, schlussendlich erwies sich die Entscheidung aber als Fehler: Esposito verschoss.
Donnarumma sorgt für Schummel-Aufruhr
Die Hitze des Gefechts wollte Italiens Torhüter aber nutzen, um einen Vorteil zu bekommen. Er schnappte sich einen Zettel von Bosnien-Pendant Nikola Vasilj, auf dem die italienischen Schützen und ihre Vorlieben aus elf Metern niedergeschrieben waren. Sein Versuch den Zettel zu zerreißen scheiterte, beschädigt hatte er ihn aber definitiv.
Vasilj war außer sich, seine Konfrontation mit Donnarumma wurde vom Linienrichter schnell unterbunden. Inwiefern der Spickzettel noch zu nutzen war, ist schwer zu sagen. So oder so behielt der Keeper von St. Pauli aber die Oberhand, denn auch der Versuch von Bryan Cristante scheiterte am 30-Jährigen.
Dabei hatte sich das Drama schon vorher angebahnt. Nach dem Sieg gegen Nordirland jubelten italienische Spieler wie Federico Dimarco, Sebastiano Esposito und Guglielmo Vicario öffentlich über das mögliche Duell mit Bosnien – Szenen, die in sozialen Medien viral gingen und in Bosnien als pure Überheblichkeit aufgenommen wurden. Auch abseits des Platzes knisterte es: Berichte über angebliche Spionage-Vorwürfe sorgten zusätzlich für Zündstoff. Die Gastgeber fühlten sich provoziert – und antworteten auf ihre Weise.
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Schlussendlich behielt die Unsportlichkeit nicht die Oberhand, die Squadra ist raus und Bosnien-Herzegowina darf über die zweite WM-Teilnahme nach 2014 jubeln. In einer Gruppe mit Kanada, Katar und der Schweiz.
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