4 Wochen vor Start
WM-Alarm: Stadion sinkt und bröckelt
Das Stadion, das am 11. Juni das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika austragen soll, gerät wegen möglicher struktureller Probleme zunehmend in den Fokus. Auslöser sind Videos von Fans aus einem Liga-Spiel zwischen Club América und Pumas UNAM, auf denen zu sehen ist, wie sich Betonstücke aus den Tribünen lösen – teilweise sogar in frisch renovierten Bereichen. Verletzt wurde zwar niemand, doch die Bilder lösten in sozialen Medien heftige Diskussionen über die Sicherheit der Arena aus.
Das Estadio Azteca ist eines der berühmtesten Stadien der Fußballgeschichte. Hier fanden die WM-Finals 1970 und 1986 statt, Pelé gewann dort seinen dritten Titel und Diego Maradona schrieb mit der „Hand Gottes“ sowie dem „Jahrhunderttor“ Geschichte. 2026 soll das Stadion als erste Arena überhaupt zum dritten Mal ein WM-Eröffnungsspiel austragen. Dafür wurde es in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert – unter anderem mit neuen Hospitality-Bereichen, LED-Technik, verbessertem Zugangssystem und einem neuen Dachring.
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Ganze Stadt sinkt
Die aktuellen Probleme gehen allerdings über die Renovierungsarbeiten hinaus. Mexiko-Stadt gilt seit Jahren als eine der am schnellsten absinkenden Metropolen der Welt, weil sie auf einem ehemaligen Seebett errichtet wurde. Durch massive Grundwasserentnahme sinken Teile der Stadt laut verschiedenen Berichten um mehr als einen Zentimeter pro Monat ab. Besonders betroffen ist auch die Gegend rund um das Aztekenstadion.
Bereits im März hatte ein großes Erdloch in unmittelbarer Nähe des Stadions Schlagzeilen gemacht. Ein Lieferwagen blieb darin stecken, nachdem der Untergrund eingebrochen war.
Die Behörden erklärten später, ein beschädigtes altes Abwasserrohr habe den Boden aufgeweicht. Trotzdem verstärkten die Bilder die Zweifel an der Infrastruktur rund um die Arena.
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