Miami GP
Wegen 2 Millimeter: Red-Bull-Pilot wurde disqualifiziert
Für den Franzosen Isack Hadjar war das erste Qualifying nach der Zwangspause eine Enttäuschung. Sein Red-Bull-Kollege Max Verstappen raste überraschend auf den zweiten Startplatz. Hadjar konnte nur den 9. Platz mit einem Rückstand von 0,991 Sekunden sichern. Doch nun hat er auch diese Position verloren.
Das Auto des Red-Bull-Piloten fiel durch die anschließende technische Abnahme durch. FIA-Chefinspektor Jo Bauer hat den Vorfall den Rennkommissaren mitgeteilt. Hadjar musste somit am Sonntag um 13:00 Uhr österreichischer Zeit zur Anhörung. Danach wurde der Franzose vom Qualifying disqualifiziert und muss von ganz hinten starten.
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Wichtiger Unterbodenteil
Für Red Bull wurden die Dimensionen des sogenannten Unterboden-Boards zum Verhängnis. Die Problemstelle war die Unterbodenstruktur vor den Seitenkästen. Dabei soll laut Bauer Red Bull gegen den Artikel 3.5.5 ("Floor Bib") des technischen Reglements der Formel 1 2026 verstoßen haben.
Der sogenannte "Floor-Bib" ist ein kleiner, aber aerodynamisch entscheidender Bereich am Unterboden eines Formel-1-Autos. Die Regelung für das Bauteil im vorderen Unterbodenbereich ist sehr streng und unterliegt klaren geometrischen Vorgaben.
Strenge Kontrollen
Das Bauteil muss innerhalb eines exakt definierten Referenzvolumens passen. Es darf nicht darüber hinausragen, noch durch komplexe Formen zusätzliche aerodynamische Wirkungen haben. Das Bauteil darf auch nur sanfte Rundungen aufweisen. Scharfe Kanten und stark gekrümmte Flächen sind strengstens verboten.
In der modernen Formel 1 hat der Unterboden auf die Aerodynamik einen wichtigen Einfluss. Kleinste Änderungen können messbare Performancegewinne bringen. Deshalb kontrolliert die FIA diese Bauteile sehr streng. Bei Hadjar war das Bauteil um zwei Millimeter zu groß.
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